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Kita "Apfelbäumchen" in Reifenberg soll erweitert werden

Kita in Reifenberg : „Apfelbäumchen“ soll erweitert werden

Weil eine Straße dazwischen liegt, kann der große Saal im DGH nicht von der Kita mitgenutzt werden.

Der Kindergarten „Apfelbäumchen“ in Reifenberg ist derzeit mit 31 Plätzen voll ausgelastet. Werden die gesetzlichen Vorgaben des kommenden Kita-Zukunftsgesetzes dem Betrieb zugrunde gelegt, fehlt es hinten und vore an Räumlichkeiten. Wie Ortsbürgermeister Pirmin Zimmer in einem Gespräch mit dem Pfälzischen Merkur erklärt, sind allerdings die Weichen für die Zukunft bereits gestellt. Mit einer Machbarkeitsstudie wurden  Platzbedarf und räumliche Erweiterung ermittelt. Das Büro AK-Plan aus Pirmasens skizzierte bereits Erweiterungsmöglichkeiten.

„Wir sind in der glücklichen Lage, rund um unseren Kindergarten Apfelbäumchen genügend Platz zu haben. Das gereicht uns jetzt bei Überlegungen zur dringend notwendigen Erweiterung der Kindertagesstätte voll zum Vorteil. Seitlich, oben und unten – überall haben wir ausreichend Flächen zur Verfügung, um das vorhandene Raumangebot zu erweitern und damit die Voraussetzung zu schaffen, dass wir die neue Betriebserlaubnis bekommen. Fakt ist, das wir bis zum 30. Juni 2021 nur eine Betriebserlaubnis haben, die uns die sechs Ausbauplätze genehmigt. Sind wir bis zu diesem Zeitpunkt nicht in die Puschen gekommen, greift die alte Genehmigung, die für 25 Plätze in der Kindertagesstätte.“

Doch einen solchen Gedanken will Ortsbürgermeister Zimmer nicht einmal für den schlimmsten Fall im Kopf haben. „Mit der Machbarkeitsstudie ist die weitere Vorgehensweise eigentlich schon vorgegeben. Wäre uns die Corona-Pandemie nicht in die Quere gekommen, lägen jetzt aus der geplanten Sitzung vom 11. November schon die entsprechenden Beschlüsse auf dem Tisch“, so der Ortsbürgermeister.

Für ihn und die Ratsmitglieder sei in diesem Zusammenhang auch eine Klärung der Frage wichtig gewesen, ob nicht etwa der große Saal im gegenüberliegenden Dorfgemeinschaftshaus für die Kindertagesstätte mitzunutzen sei und dadurch eine räumliche Erweiterung des vorhandenen Bestandes unterbleiben könnte, die schließlich auch viel Geld kostet. Zimmer: „Herr Scheib von der Kreisverwaltung als zuständiger Ansprechpartner hat dies kategorisch mit dem Hinweis abgelehnt, dass zwischen den beiden Grundstücken eine, dem öffentlichen Verkehr gewidmete Dorfstraße liegt.“

Schon zum frühestmöglichen Zeitpunkt wurde laut Zimmer neben den Ratsmitgliedern auch das Personal des Kindergartens mit ins Boot genommen. „Das ist uns wichtig, denn die Erweiterung der Kindertagesstätte Apfelbäumchen ist eine enorme Zukunftsinvestition, mit der auch die Ortsgemeinde an ihre finanzielle Belastbarkeit stößt. Da müssen noch viele Gespräche geführt werden, bis alles in trocknen Tüchern ist.“

Für den Grundsatzbeschluss sieht Pirmin Zimmer keinen weiteren Überzeugungsbedarf. Die Ratsmitglieder stünden voll und ganz hinter dem Zukunftsprojekt. Bei den Vorgesprächen zum Etat 2021/2022, welcher im neuen Jahr möglichst schnell beraten und verabschiedet werden soll, seien deshalb auch schon Haushaltsansätze eingeplant. Für das Frühjahr müsste dann ebenfalls die Planung auf den Weg gebracht werden. Im Augenblick steht in der Tagesstätte eine Nutzfläche von 280 Quadratmetern zur Verfügung. Diese sind für die 25 Kinder ausreichend. Doch der Bedarf sei ja höher und dem gelte es in der Zukunft Rechnung zu tragen.

Mit Tanja Becker hat die Einrichtung eine sehr engagierte, langjährig erfahrene Leiterin. Das um sie gescharte Team zieht bei der Arbeit voll mit und steht mit eigenen Ideen und Konzepten auch modernen Neuerungen positiv gegenüber. Beim Personal ist die katholische Großpfarrei Heiliger Bruder Konrad Kostenträger. Für die baulichen Belange muss die Ortsgemeinde Reifenberg die Dinge auf den Weg bringen.  

Der Umstand, dass die Sporthalle im Dorfgemeinschaftshaus nicht für den Kindergarten genutzt werden kann, ist für Zimmer und die Ratsmitglieder weiter kein Beinbruch. „Es gibt Ersatz, die Halle wird mit neuem Leben erfüllt, das ist sicher.“ Ab März beispielsweise bietet eine ortsansässige Physiotherapeutin dort Rückungschulungskurse an. Die Bogenschützen aus Thaleischweiler wollen gleichfalls an zwei Wochentagen in die Sporthalle. Einmal in der Wochen gibt es das Angebot Fitnesskurse, die Krabbelgruppe trifft sich an zwei Wochentagen, die Jugendfeuerwehr kommt und auch der SC Reifenberg will die Sporthalle nutzen.