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Kirche in Reiufenberg mit Gottesdienst wiedereröffnet

Sankt-Wendelinus-Kirche nun auch innen saniert : Reifenberger Kirche in neuem Glanz

Der Abschluss der Innensanierung der Sankt-Wendelinus-Kirche wurde beim Wiedereröffnungs-Gottesdienst als meisterlich gewürdigt.

In frischem Glanz erstrahlt jetzt wieder die Sankt-Wendelinius-Kirche von Reifenberg. Nur wenige Plätze blieben am Sonntag beim Wiedereröffnungsgottesdienst frei. Entsprechend den Coronaschutz-Hygienevorgaben mussten sich die Gottesdienstbesucher zuvor anmelden. Und auch während des Gottesdienstes war das Tragen einer Maske Pflicht. Die Schmitshauser Bläsergruppe und der einheimische Kirchenchor gestalteten den Festgottesdienst musikalisch.

In der Festpredigt ging Domkapitular Peter J. Schappert aus Pirmasens der Frage nach, wann ein Mensch sich allgemein wohlfühle und gab aus theologischer Sicht ebenso Antworten darauf wie zu der Frage, warum wir Christen sind. Die Frage, welche Apostel Petrus an den Herrn stellte, war ebenso der Brückenschlag zum Leben des Schutzheiligen des überaus ansprechend und gelungen neu gestalteten Gotteshauses, das dem Schutzheiligen Sankt Wendelinus geweiht ist. Domkapitular Peter F. Schappert, der zugleich dem Bischöflichen Bauamt vorsteht, brachte nicht allein die Apostelgeschichten den Zuhörern näher, sondern gab auch einen kurzen Einblick ins Leben des ehemaligen, irischen Adeligen und späteren Abt des Klosters Tholey.

Auch dessen Leben sei eine Parallele zu dem gewesen, was damals Petrus von Jesus, dem die Jünger gefolgt waren, habe wissen wollen und worauf Jesus sagte. „Im Reich, in das ich im späteren Leben führe, wird es für euch zwölf Throne haben.“ Christus sichere denen, die ihm folgen, schon für das Leben zu, dass sie all das bekämen, was sie zum Leben brauchen. Die rundum gelungene Sanierung des Gotteshauses von Reifenberg bezog Domkapitular Peter. J. Schappert dabei mit ein. Die im neuen Glanz erstrahlende Kirche biete ein Stück Wohlfühlen, ein Stück Sicherheit, ein Stück Heimat – die Kirche als ein Stück Himmel.

Bei Eröffnung des Festgottesdienstes dankte Pfarrer Bernhard Selinger von der Pfarrei Bruder Konrad den Künstlern, Handwerkern, Arbeitern und jenen, die das alles planten, für das schön hergerichtete Gotteshaus. Viele hätten angepackt und mitgeholfen, dass die Innenrenovierung so gelungen, so harmonisch verlief. Für den Verwaltungsrat sei das jetzt schon die zweite Renovierung des Gotteshauses (zunächst außen und jetzt innen) gewesen. Selinger sprach von einem meisterlich gelungenen Werk. Dabei war es Pfarrer Bernhard Selinger wichtig, auch an den früheren Dorfpfarrer Erich Schmitt zu erinnern, der aus gesundheitlichen Gründen der Einladung nicht habe folgen können.

Als Vorsitzender des örtlichen Gemeindeausschusses der Stiftung St. Wendelins Reifenberg erinnerte Ortsbürgermeister Pirmin Zimmer an die Schöpfungsgeschichte im Buch Genesis: „Der Herr sah, es war gelungen.“ Zu dieser Feststellung kämen auch heute wohl die Gottesdienstbesucher und alle jene, die sich in den vergangenen Tagen von der meisterhaft gelungenen Kirchensanierung überzeugen konnten, so Pirmin Zimmer. Alle, die bei der Neugestaltung des Gotteshauses-Innern Hand anlegten, hätten mit ihren Arbeiten, mit Wirken, Schaffen und Tun bewiesen, dass sie zurecht Meister ihres Handwerks sind. Dabei erschien es Zimmer besonders wichtig, an die gelungene Freilegung der beiden Wandbilder über den Seitenaltären zu erinnern.

Bei vielen Mitstreitern konnte sich Pirmin Zimmer bedanken und insbesondere jenen tatkräftigen Helfern, die es möglich machten, dass durch viel Eigenleistungsarbeiten 4500 Euro einzusparen waren. Der bauliche Zeitplan sei eingehalten worden, der gesteckte finanzielle Rahmen mit 228 000 Euro (wir berichteten) mit zirka 30 000 Euro an Mehrkosten, doch weitgehend eingehalten. Wer alte Bausubstanz renoviere und saniere, wisse, dass Kostenüberschreitungen nicht zu umgehen sind.

Fortan könne die Kirche in Reifenberg wieder ein Ort des Glaubensbekennens, der Ruhe, des Seelenfriedens sein. Coronabedingt sei eine weltliche Feier leider nicht möglich. Das wurde auch von vielen Besuchern nach dem Gottesdienst dauert.