Gäste auch aus dem Saarland und andernorts : Schlachtfest lockt viele zur Kerwe nach Maßweiler

Nein, Corona konnte der Kerwe in Maßweiler nichts anhaben. Trotz des totalen Entzugs im vergangenen Jahr und dem Feiern unter ganz besonderen Vorzeichen in diesem Jahr – beides der Corona-Pandemie geschuldet.

Der Brauch des Kerwefeierns wird in der Ortschaft auf der Sickingerhöhe weiter gefeiert, die Kerwe in Maßweiler sie lebt. Wenn auch in anderer Form. Zugegeben auch mit etwas Wehmut an Zeiten. wo selbst noch beim Sportheim des TuS die Straußmädels und Straußbuben mit dem bunten Kerwestrauß tanzten, jede Menge Spaß hatten und mancherlei Unsinn trieben.

Der bunte Kerwestrauß fehlte heuer, dafür war schon zum Auftakt der Feierlichkeiten am Freitagabend die Bleibe der Kicker rappelvoll. Unter Einhaltung der aktuell geltenden Hygienevorschriften, die akribisch überwacht wurden.

Pirmin Huber, die treue Vereinsseele mitten unter den geschäftigen Vereinshelfer, stand die Freude geradezu ins Gesicht geschrieben. „Dess hammer uns verdient“, meinte er bewusst schlitzohrig: Huber wollte damit einmal mehr auf die gewaltigen Belastungen aller Vereine hinweisen, die durch Corona so viele Einbußen hatten hinnehmen müssen.

Doch dieses „Schlachtfest“ mit den bekannten Spezialitäten aus der Vereinsküche lockte viele Besucher. Nicht allein die alteingesessenen Fußballfreunde, sondern gleichermaßen solche aus den umliegenden Ortschaften und selbst aus angrenzenden Regionen wie etwa dem Saarland. Pirmin Huber: „Wir selbst haben viele Kontakte zu vielen Vereinen und jetzt, wo ein gegenseitiges Besuchen bei Veranstaltungen wieder möglich ist, wird dieser Austausch auch gepflegt.“

Entsprechend war auch das Bild vor dem Sportheim. Wie die Jahre zuvor gab es dort einen Kerweplatz, der die kleineren und größeren Kerwebesucher sofort in Versuchung brachte, das von Eltern, Omas und Opas oder sonstigen Verwandten und Bekannten Kerwegeld gleich wieder auszugeben. Ortsbürgermeister Herbert Semmet hatte dafür Sorge getragen, dass das Angebot an Schausteller sich sehen lassen konnte und manches der Kinder die Qual der Wahl am eigenen Leib verspürte.

Bis zum gestrigen Kerwedienstag hallte der Ruf durch den Ort: „Wemm iss die Kerb?“ Und wehe, jemand hätte darauf eine andere Antwort gehabt wie „Uns in Maßwiller …!“