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Käshofen erwartet Corona-Minus von über 35000 Euro

Ortsgemeinderat Käshofen : Corona-Minus von 35 000 Euro erwartet

Der Käshofer Rat verabschiedet den Haushalt und Berät über die Dorfgemeinschaftshaus-Sanierung.

Haushaltsplan, Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses und barrierefreier Umbau der Bushaltestellen im Ort: Drei wichtige Themen die Ortsbürgermeister Egon Gilbert dem Käshofer Rat präsentierte und die allesamt genügend Diskussionsstoff beinhalteten.

Beim Doppeletat für das laufende und kommende Haushaltsjahr steht die Kommune von der Sickingerhöhe finanziell noch immer blendend da. Das könnte sich allerdings ändern, wenn für die Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses größere Investitionen als die bisher angenommen 120 000 Euro notwendig sein sollten. Egon Gilbert dazu: „Im Augenblick könnten wir unseren Gemeindeanteil bei diesem Kostenrahmen noch aus Eigenmitteln (84 000 Euro) stemmen. Wegen der „gesunden“ Haushaltslage kann die Gemeinde lediglich mit einem Zuschuss aus dem Investitionsstock in Höhe von 30 Prozent rechnen, was einer Förderung in Höhe von 36 000 Euro gleichkommt.

Ein Plus von rund 70 000 Euro konnte die Gemeinde im laufenden Haushaltsjahr dadurch verbuchen, dass das Land den Schwellenwert der Schlüsselzuweisungen von 834 Euro pro Einwohner auf 879 Euro änderte. Allerdings, Kämmerer Dieter Knecht geht davon aus, dass auch im Gemeindehaushalt die Corona-Pandemie ihre Spuren hinterlassen wird. Negativ, versteht sich. Es wird mit Einnahmeeinbrüchen von rund 35 220 Euro nach seiner Schätzung gerechnet. Die Einnahmeausfälle werden sich beim Anteil an der Einkommensteuer zeigen. Dennoch verfügt die Ortsgemeinde im laufenden Haushaltsjahr über liquide Mittel von mehr als 160 000 Euro.

Fast 50 000 Euro werden an den Kindergarten-Zweckverband abgeführt. Diesen Zweckverband haben die Orte Krähenberg, Wiesbach und Käshofen für den in Wiesbach ansässigen Kindergarten geschlossen. 59 Kinder haben dort in den Gruppen eine Bleibe, allein 28 Kinder, die meisten, kommen aus Käshofen.

Dem Doppeletat stimmten die Ratsmitglieder einstimmig zu. Aufgrund der soliden Haushaltslage ist davon auszugehen, dass es bei der Genehmigung durch die Kommunalaufsicht bei der Kreisverwaltung Südwestpfalz keine Probleme geben wird.

Wie wollen wir bei der Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses weiter vorgehen? Die Frage des Ortsbürgermeister war keineswegs grundlos, schon längere Zeit sorgt dieses Vorhaben für Gesprächsstoff, haben die Ratsmitglieder extra einen Arbeitskreis gebildet, der sich ausschließlich mit der Thematik befasst. Ein Gesamtkonzept muss auf den Tisch. Ratsmitglied Walter Hüther, im Arbeitskreis selbst aktiv, erklärte dies in der Sitzung und zeigte nochmals die gegenwärtigen Schwachstellen der Gemeindeeinrichtung auf: Heizung, Verbesserung der Energetik, barrierefreier Toilettenzugang. Alles Punkte die schon wiederholt angesprochen worden seien und für die ein Gesamtkonzept unabdingbar sei. Vorrangig sei zuletzt das Thema Heizung besprochen und erörtert worden. Ein Knackpunkt sei beispielsweise, ob sich der große Saal mittels „Deckenstrahler“ beheizen ließe. Am runden Tisch war diese Kernfrage nicht auszudiskutieren. Deshalb werden jetzt zwei Ingenieurbüros mit der rechnerischen Überprüfung beauftragt. Das Büro Wilfried Heller aus Dietrichingen soll dafür einen Vorplanung erstellen.

Nach den Plänen der Kreisverwaltung Südwestpfalz soll der Haltepunkt in der Höhenstraße nahe der Straßenabzweigung nach Homburg barrierefrei umgebaut werden. Das hat auch so der Kreistag bei der Zustimmung zum dritten Nahverkehrsplan so beschlossen. Insgesamt gibt es im Ortsgebiet drei Haltepunkte. Wie Ortsbürgermeister Egon Gilbert allerdings dem Rat darlegte, wird die Haltestelle in der Ringstraße weitaus stärker frequentiert. Jetzt soll über die Verbandsgemeindeverwaltung nochmals geprüft werden, ob im zeitlich Ausbaukonzept des Landkreises dieser Haltepunkt dem in der Höhenstraße vorgezogen wird. Der Ausbau könnte dann im kommenden Jahr erfolgen, als momentan eingestufter Haltepunkt B2 wäre das erst im Jahr 2025 möglich.