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Justiz-Infosystem "wohl einmalig in Deutschland"

Justiz-Infosystem "wohl einmalig in Deutschland"

Zweibrücken. Elektronik statt Papier, lautet die Devise am Landgericht in Zweibrücken. Vor einem Jahr stellte Landgerichts-Präsident Harald Jenet im Merkur den Plan vor, wie das Gericht künftig informationstechnisch modernisiert werden sollte - nämlich mittels eines "Sitzungssaal-Managements"

Zweibrücken. Elektronik statt Papier, lautet die Devise am Landgericht in Zweibrücken. Vor einem Jahr stellte Landgerichts-Präsident Harald Jenet im Merkur den Plan vor, wie das Gericht künftig informationstechnisch modernisiert werden sollte - nämlich mittels eines "Sitzungssaal-Managements". Geplant war, die Aushänge an den Gerichtssälen, wo wann welche Verhandlungen stattfinden, durch elektronische Hinweistafeln zu ersetzen. Nun, ein Jahr nach der Vorstellung, kann Jenet Vollzug melden. "Das System ist mittlerweile installiert." An den sieben Sitzungssälen des Landgerichts sowie an den Sälen im Amtsgericht seien Monitore, die über die nächste Sitzung informieren, angebracht worden. Jenet nennt die Vorteile: "Unsere Mitarbeiter müssen nicht jedes Mal die Aushänge wechseln, wenn sich eine Sitzung ändert. Mit der EDV geht das viel schneller. Ferner kann der Richter, etwa wenn eine Verhandlung kurzfristig zu einer nicht-öffentlichen Sitzung erklärt wird, dies schnell in das System eingeben und es leuchtet, für jeden gut sichtbar, auf dem Monitor auf." Neben den Monitoren wurden auch zwei Informations-Stelen im Landgericht aufgestellt - im neuen sowie im alten Eingangsbereich zum Landgericht. Jenet: "Diese Stelen geben dem Besucher weitere Informationen, sie fungieren als eine Art Wegweiser und geben eine Übersicht über das Gebäude." Inzwischen habe auch das Oberlandesgericht diese Technik übernommen und zwei solche Stelen aufgestellt. Die Gesamtkosten für dieses "Sitzungssaal-Management" betrugen "zirka 50- 70 000 Euro", so der Landgerichts-Präsident. Diese Kosten habe aber der Landesbetrieb LBB als Dienstleister getragen, da die Justiz nur Mieter der Gebäude sei. Jenet merkt stolz an: "Dieses moderne Informationssystem ist bislang wohl einmalig in Deutschland." eck