Jetzt werden Ideen gesammelt

Das ministerielle Schreiben als Schwerpunktgemeinde hat Ortsbürgermeisterin Martina Wagner bereits vor sich liegen. Mit der Dorfmoderation erfolgte jetzt der Einstieg in die Erneuerungsarbeit in Kleinsteinhausen.

Dorferneuerung sei kein Kurzstreckenrennen, sondern vielmehr ein Marathonlauf . Durchhaltevermögen sei deshalb auch bei den Bürgern gefragt, die unbedingt bei der Erneuerung einer Gemeinde mitmachen sollen, sagt Architekt Hans-Jürgen Wolf. Dieser ist derzeit dabei, den Dorferneuerungsplan für den Ort neu aufzustellen. Er ist Voraussetzung dafür, dass in den kommenden Jahren als anerkannte Schwerpunktgemeinde das Dorf zusammen mit den Bürgern neue Akzente setzt.

"Wir sind auf gutem Weg, auch wenn ich mir bei der Auftaktveranstaltung noch mehr Besucherzuspruch gewünscht hätte. Doch wie im realen Leben ist meist nicht die Quantität ausschlaggebend. Wichtig ist, dass in den gebildeten Arbeitskreisen viele Bürger ihr Wissen einbringen, sich engagieren und wir etwas für die Gemeinschaft auf den Weg bringen." Raumplanerin Anja Moosmann und Martin Theodor vom Planungsbüro Kobra aus Landau erläuterten den Sinn einer Dorfmoderation. Ganz am Anfang gelte es, viele Ideen zu sammeln. Was es in der Gemeinde in den kommenden Jahren zu verbessern gelte, ist dabei ebenso notiert worden, wie das, was die Bürger schon jetzt an ihrem Lebensmittelpunkt zu schätzen wissen. Das Zukunft-Dorf wird deshalb bei der nach den Sommerferien beginnenden Arbeit in den Arbeitskreisen ebenso ein Schwerpunkt sein, wie "Dorfbild", "Orte der Begegnung" oder "Tourismus". Auf der Suche nach einem umsetzbaren Neubaugebiet sind die Kommunalpolitiker schon seit längerer Zeit (wir berichteten). Ein Infoabend und ein geselliger Einstieg ins Gemeindeleben wurden als sinnvolle Möglichkeit des Willkommensgrußes für Neubürger genannt. Ob sich die Wünsche nach einer Kulturscheune oder einem Wasserspielplatz für klein und groß realisieren lassen, bleibt abzuwarten.

Das gleiche trifft auch auf den Wunsch zu, zumindest einen kleinen "Tante-Emma-Laden" oder Bäckerei wieder im Dorf zu haben. Für die Bürger bietet die Anerkennung als Schwerpunktgemeinde ebenfalls ein großes Plus. Insgesamt werden 17 Millionen Euro vom Land für die Dorferneuerung bereitgestellt. Wer privat saniert, renoviert und investiert, kann bares Geld für seine Vorhaben bekommen.