Ja zu Aufwertung des Stadteingangs

Zweibrücken. Der Zweibrücker Bauausschuss hat gestern Abend überraschend mit großer Mehrheit für die von der Verwaltung vorgeschlagene Neugestaltung der Alten Ixheimer Straße gestimmt. Bei der letzten Sitzung Anfang Mai hatte es noch fraktionsübergreifend überwiegend Kritik gehagelt für den Entwurf - "an fast allen Aspekten", wie Bürgermeister Heinz Heller (SPD) gestern erinnerte

Zweibrücken. Der Zweibrücker Bauausschuss hat gestern Abend überraschend mit großer Mehrheit für die von der Verwaltung vorgeschlagene Neugestaltung der Alten Ixheimer Straße gestimmt. Bei der letzten Sitzung Anfang Mai hatte es noch fraktionsübergreifend überwiegend Kritik gehagelt für den Entwurf - "an fast allen Aspekten", wie Bürgermeister Heinz Heller (SPD) gestern erinnerte.Doch sowohl CDU als auch SPD räumten gestern einen Sinneswandel ein, nachdem sie sich fraktionsintern näher mit dem Entwurf beschäftigt hatten. Dieser sieht mehr Bäume, neue Rosenbeete, mehr Parkplätze, einen Fahrradstreifen, eine einspurige Verkehrsführung sowie einen Kreisel an der bisherigen Dreiecks-Kreuzung mit der Landauer Straße und Bleicherstraße vor.

Walter Rimbrecht sagte für die SPD: "Stadtplaner Harald Ehrmann hat uns in der Fraktion viel erklärt, was uns in der Sitzung Anfang Mai nicht so bewusst war." Ergebnis: "Die SPD unterstützt die Planung. Sie führt zu einer wesentlichen Verbesserung der Stadteingangs-Situation. Die Verlangsamung des Verkehrs ist dabei kein Nachteil, sondern ein Vorteil. Und für die Innenstadt ist wichtig, dass wir neue Parkplätze gewinnen."

Evelyne Cleemann erklärte die überwundene Skepsis der CDU so: "Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Ich fahre diese Straße täglich. Doch wenn man sie unter einem anderen Blickwinkel betrachtet, ist die Planung eine gute Lösung. Wenn man dort künftig etwas langsamer fahren muss, ist das kein Problem. Zumal man durch die Wildparker schon heute dort meistens nicht zweispurig fahren kann."

Achim Ruf (Grüne Liste) nannte "die Planung gut, aber aus Kostengründen sollten wir auf den Kreisel verzichten".

Vor allem, aber nicht nur, aus Kostengründen blieb die FDP bei ihrer kompletten Ablehnung des 1,7 Millionen Euro teuren Verwaltungsvorschlags. Bernd Helbing: "Der Verkehr wird nicht nur verlangsamt, sondern der unnötige Kreisel erhöht die Staugefahr. Und der Stadteingangsbereich ist hässlich, das liegt aber an den Gebäuden." Ulrich Schüler verwies auf die Spar-Auflagen der ADD (Kommunalaufsicht) und regte an: "Die Probleme in der Alten Ixheimer Straße sind auch mit wesentlich einfacheren Mitteln lösbar. Die Parkplatzfrage kann man auch mit einem Eimer Farbe regeln."

Am Ende stimmten nur die FDP, die Grüne Liste und zwei Christdemokraten dagegen, dem Stadtrat die Planung zu empfehlen. Für den Entwurf waren die SPD, die CDU-Mehrheit, die FWG und Die Linke.