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Internet: Wiesbach erwartet Geld zurück

Internet: Wiesbach erwartet Geld zurück

Die Wiesbacher Ratsmitglieder bejahen die Solidargemeinschaft und sind damit einverstanden, dass der weitere Ausbau beim schnellen Internet von der Orts- auf die Verbandsgemeinde und dann den Landkreis übergeht.

"Wir alle wissen, wie wichtig in der Gegenwart der Zugriff auf ein schnelles Internet ist. Früher waren die Standardfragen bei Wohnungssuchenden nach Wasser, Kanal und Kindergarten - heute steht auf der gleichen Stufe die Frage nach dem schnellen Internet . Die Zeiten haben sich eben geändert", stellte Ortsbürgermeister Emil Mayer bei der jüngsten Ratssitzung fest, als die Neuausrichtung beim Ausbau der Datenautobahn im Rat diskutiert wurde. Der Aufgabenübertragung stimmten die Ratsmitglieder zu.

Dabei ist die Versorgung in Wiesbach schon weit über dem Maß, das kreisweit bis zum Jahr 2018 erreicht werden soll. Entsprechend den Vorgaben des Bundes und der Länder sollen dann nämlich flächendeckend im Landkreis Südwestpfalz 50 MB/s zur Verfügung stehen. Der Ortsbürgermeister erinnerte daran, dass durch ein "Andocken" an das bestehende Netz, welches von der damaligen Verbandsgemeinde Wallhalben geschaffen wurde, schon jetzt diese Werte in Wiesbach zu erreichen sind. Wichtig ist das Bilden von Regionalclustern. Das kann nur auf einer höheren Gebietsebene erreicht werden. Um das nun anvisierte Ziel auf der Kreisebene zu erreichen, müssen rund zehn Millionen Euro investiert werden. Der Kreis, so unterrichtete Mayer die Ratsmitglieder, bekommt diese Investition hoch bezuschusst. Den Löwenanteil wird es vom Bund geben, das Land trägt zu den Investitionskosten bei. Nach dem gegenwärtigen Sachstand rechne man mit einer Kreisbelastung von zwei Millionen Euro, die dann wiederum über die Kreisumlagen finanziert würden. Inexio , mit denen Wallhalben damals das Breitbandnetz aufbaute, hat auch für Wiesbach einen Kostenzuschuss bekommen, der wiederum gefördert wurde. Die Gemeinde würde wie alle Orte in der früheren VG Wallhalben natürlich davon profitieren, dass der Landkreis Südwestpfalz alle Orte gleichstellen will und solche Zuwendungen zurückerstattet.

Zum Sitzungsbeginn befanden die Ratsmitglieder über die Jahresrechnung 2011. Es gab keine Anmerkungen, die Entlastung wurde einstimmig erteilt.