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In der Ortsmitte von Contwig wird gebaut

Straße, Ampel, Bürgersteig : Sieben Monate wird in Contwig gebaut

Am Montag sind die ersten Vorbereitungsmaßnahmen in der Ortsmitte gestartet.

(cos). Der Dorfmittelpunkt von Contwig, die Kreuzung beim Marktplatz mit Kreisstraße 74 (Teil der Bahnhofstraße) hoch zum Zweibrücker Fashion Outlet, wird Großbaustelle. Seit Montag ist mit Verkehrsproblemen in der Bahnhofstraße (K 74) zu rechnen. Ein Fachdienstleister sucht den Straßenzug von der Straßenkreuzung bis zur Bahnschranke nach Blindgängern aus dem Zweiten Weltkrieg ab.

Beim Ausbau der Tränkgasse vor Wochen (wir berichteten) hatten die Straßenbauer eine französische Phosphor-Gewehrgranate gefunden. Ab Monatsende soll die volle Straßensperrung im Ausbauabschnitt der Bahnhofstraße wirksam werden. Persönlich hat Ortsbürgermeisterin Nadine Brinette bereits vor Wochen die Anlieger entlang der Ausbaustrecke darüber informiert.

Für schätzungsweise sieben Monate wird es kein Durchkommen im abgesperrten Ausbaubereich der Bahnhofstraße geben. Das Erneuern des Straßenteilstücks von Ortsmitte bis kurz vor die Bahnschranke, genau genommen bis hinter die Brücke bei der Mühle Maurer, wird als Vollausbau geschehen. Landesbetrieb Mobilität (LBM) aus Kaiserslautern, Verbandsgemeindewerke Zweibrücken-Land und Ortsgemeinde arbeiten zusammen. Wie bei solchen Gemeinschaftsmaßnahmen üblich wird es mit den Arbeiten in der Tiefe losgehen. Von den Verbandsgemeindewerken werden in entsprechender Tiefe der Ortskanal erneuert, soweit dies unabdingbar ist. Nach Einschätzung von Wilhelm Vatter aus Dahn der mit seinem Planungsbüro I. D. Consult in die vorbereitenden wie ausführenden Arbeiten involviert ist, muss das beim Hauptkanal auf 50 Meter geschehen. Derweil wird die Wasserleitung auf die gesamte Ausbaustrecke erneuert. Gleiches gilt für die Hausanschlussleitungen zu den einzelnen Anliegergrundstücken, zumindest bei der Wasserleitung.

Der eigentliche Straßenausbau mit dem Erneuern der Bürgersteige folgt danach. Beim Neuausbau der Gehwege rechnet die Ortsgemeinde mit Kosten in Höhe von 120 000 Euro. Diesen Aufwand teilen sich Ortsgemeinde und Anlieger. Der wiederkehrende Anliegerbeitrag für Straßen ist in Contwig schon eingeführt, darüber wird auch die Abrechnung erfolgen.

Eine zentrale Bedeutung kommt dem Marktplatz beim Rathaus zu. Dieser Platz wird nicht allein den Anliegern über die Bauzeit hin als Abstellmöglichkeit für die Autos dienen, hier werden auch die Müllgefäße abgeholt, weil in der Bauzeit auch die Müllfahrzeuge nicht in die Baustelle reinkommen. Ortsbürgermeisterin Brinette: „Jeder Anlieger muss für die Kennzeichnung des Müllgefäßes Sorge tragen. Bitte keine Namen draufschreiben, sondern nur groß und gut lesbar die Hausnummer. Dann können die Bauarbeiter den Transport der Müllgefäße einfach zuordnen und besorgen.“

Leerrohre für das Glasfaser werden im Straßenzug mitverlegt, die Farbe der Steine für die Gehsteigfläche ist die gleiche wie in der Tränkgasse oder Fasaneriestraße, die zuletzt ausgebaut wurden. Erneuert wird zudem der Gehsteigbelag auf dem Marktplatz, der zum Schluss an die Reihe kommt. Für dort haben sich die Ratsmitglieder dafür ausgesprochen, ein Betonpflasterstein mit Teflonband zu verlegen. Die Belastungen durch ein- und ausparkende Fahrzeuge ist dort besonders groß, Verschiebungen, so die Erkenntnis der Materialgestalter lasse sich mit dem Teflonband verhindern.

Gespräche mit den Anliegern beim Marktplatz hat die Ortsbürgermeisterin Nadine Brinette geführt, denn: „Wir wollen natürlich ein einheitliches Bild haben und deshalb sprach ich mit den fraglichen Anliegern, etwa der Kreissparkasse Südwestpfalz, wie auch den weiteren Betroffenen. Erfreulich: Bei Einkaufsmarkt und Pizzeria ist mir bereits Zusammenarbeit signalisierten worden, sie werden gleiches Pflaster auf ihren Flächen einbauen lassen.“

Die Ampelanlage in der Ortsmitte von Contwig, eigentlich Auslöser für die Erneuerungsmaßnahme im Teilabschnitt der Bahnhofstraße, soll nach Mutmaßung der Ortsbürgermeisterin in den Herbstferien an der Reihe sein. Einen genauen Zeitpunkt dafür wollte der Landesbetrieb Mobilität (LBM) aus Kaiserslautern dafür noch nicht nennen. Als Umleitungsstrecke hoch zur Autobahn, dem Zweibrücker Fashion Outlet oder der L 700 nach Frankreich steht die Umleitungsstrecke über Stambach an Falkenbusch vorbei hoch zur Autobahn und der Kreisstraße Richtung ehemaliger Steitzhof zur Verfügung. In entgegengesetzter Richtung der Weg über die Fasanerie in Zweibrücken.