Imagekampagne noch ausbaufähig

Zweibrücken/Südwestpfalz. Die Gründungsphase ist vorbei, die Botschafter sind gefunden. "Jetzt wird es langsam Zeit, dass Aktivitäten sichtbar werden", sagt der SPD-Landtagsabgeordnete aus Zweibrücken, Fritz Presl, zur Standortinitiative Südwestpfalz

Zweibrücken/Südwestpfalz. Die Gründungsphase ist vorbei, die Botschafter sind gefunden. "Jetzt wird es langsam Zeit, dass Aktivitäten sichtbar werden", sagt der SPD-Landtagsabgeordnete aus Zweibrücken, Fritz Presl, zur Standortinitiative Südwestpfalz. Vor einem Jahr wurde die Initiative ins Leben gerufen und eine Imagekampagne mit Persönlichkeiten der Region gestartet (wir berichteten). Die Verbandsgemeinden im Landkreis Südwestpfalz und die Städte Zweibrücken und Pirmasens finanzieren die Initiative mit.Presl war von Anfang an mit eingebunden, als es galt, dass Zweibrücken mitmacht. Die Initiative soll nach Meinung Presls nach innen und außen wirken. "Die Region muss zunächst ihre Schwerpunkte selbst definieren und die Potenziale zusammentragen. Diese müssen dann nach außen vertreten werden", erläutert Presl die Vorgehensweise. Dabei seien neben der Politik auch die Vertreter der Wirtschaft gefragt. "Die müssen ihre Kontakte nutzen, um für die Region zu werben."

Für CDU-Landtagsabgeordnete Susanne Ganster aus Schönau ist entscheidend, dass es sich um eine gemeinsame Initiative des Landkreises sowie der Städte Pirmasens und Zweibrücken handelt. Solche Projekte müssten immer langfristig angelegt sein. Ein Imagewandel finde in den Köpfen der Menschen nicht von heute auf morgen statt.

Gleicher Meinung ist Alexander Fuhr. Der SPD-Landtagsabgeordnete aus Dahn erklärt, dass es ein langwieriger Prozess sei, bis der Imagewandel in den Köpfen der Bürger ankomme. "Aber man muss es immer versuchen", so Fuhr. Aufgabe der Politik sei es, das Positive der Südwestpfalz stärker in den Vordergrund zu rücken: "Der Wandel muss bei der Bevölkerung ankommen." Die laufende Kampagne sei "ausbaufähig".

Für den Zweibrücker Bürgermeister Rolf Franzen ist die Stärkung des "Selbstwertgefühls" der Südwestpfälzer das erste Ziel der Standortinitiative. Mit einem "positiven Image" könnten Menschen von außerhalb gewonnen werden, hier zu leben und zu arbeiten oder hier mit einem Unternehmen anzusiedeln. Die Region mit einer Initiative zu stärken, sei auf jeden Fall sinnvoll. Gleichwohl stellt Franzen fest, dass die Umsetzung in der ersten Phase "nicht gerade optimal" gewesen sei.

Der Zweibrücker Bürgermeister verweist zudem wie der Noch-Verbandsbürgermeister und künftige Oberbürgermeister Kurt Pirmann auf die vor wenigen Tagen gegründete Westpfalz-Initiative hin. Pirmann: "Da muss genau geschaut werden, dass nicht Parallelstrukturen geschaffen werden." Bei der Gründung der Westpfalz-Iniative in Pirmasens in der vergangenen Woche (wir berichteten) wurde erwähnt, dass schon länger über die Idee geredet worden sei. Offensichtlich nicht in der Südwestpfalz.

Der Hornbacher Stadtbürgermeister Reiner Hohn begrüßt "grundsätzlich" die Standortinitiative. "Die Südwestpfalz muss sich gemeinsam als eine Marke verstehen. Allein mir fehlt der Glaube, dass es umgesetzt wird." Nach seiner Erfahrung seien in den letzten Jahren zu viele Dinge angedacht worden. "An Willensbekundungen hat es nicht gefehlt. Nur an der Umsetzung." Es fehle die Person, die alles zusammenfasst. Damit am Ende nicht jeder allein "vor sich hindümpelt".

Der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Fröschen, Thomas Peifer, unterstützt die bisher durchgeführten Projekte als erste Schritte auf dem Weg zu einem Imagewandel. "Allein mir fehlt der Glaube."

Reiner Hohn,

Bürgermeister Hornbach