Im Festzelt ging die Post ab

Ausgiebig und überaus zünftig wurde an diesem Wochenende die Wiesbacher Kerb gefeiert. Dabei gab es eine gelungene Premiere. Erstmals wurde mit großem Erfolg eine Zeltkerb organisiert.

Das Kerwefeiern ist in Wiesbach weiterhin sehr beliebt. Dem Inhaberehepaar des Wiesbacher Hofes", Claudia und Udo Kiefer, ist es zu verdanken, dass die erstmals veranstaltete Zeltkerb in diesem Jahr zu einem Riesenerfolg wurde. Der Sportverein und das Ehepaar Kiefer arbeiteten dabei eng zusammen. Das Risiko allerdings lag ausschließlich bei den Landgasthofbesitzern. Die beiden waren mehr als glücklich, dass alles derart problemlos verlief.

"Wir hatten unsere Bedenken und dachten im Vorfeld schon: ‚Hoffentlich wird diese Zeltkerb für uns alle kein Flop ‘". Udo Kiefer hat seine Bedenken inzwischen längst über Bord geworfen. Das Engagement der Kiefers samt des Veranstaltungsbeitrages vom Sportverein haben Dorfbewohner und die vielen Kerwegäste von außerhalb sehr gut angenommen. Pläne für eine Wiederholung im nächsten Jahr werden längst schon geschmiedet. Vom Freitag an wurde im großen Zelt auf dem Parkplatz in der Talaue zünftig gefeiert. Neben dem Kaffeenachmittag am Sonntag, steuerten die Helfer des Sportvereins mit dem Betreiben der Zeltbar über die vier Kerwetage einen wichtigen Beitrag zum Gelingen bei.

Die Dorfjugend gab den Anstoß für eine Kerwefeier am Wiesbacher Hof. Udo Kiefer: "Wir sorgen für die Kerwegerichte und haben bislang immer in der Sportheimküche unsere Zelte aufgeschlagen. Doch der Drang, die Kerb wieder im Dorf zu feiern war groß, weshalb wir auf die Idee mit der Zeltkerb gekommen sind. Dieser Versuch hat sich voll und ganz gelohnt."

Das Flair, die Umgebung, das Feiern mitten im Grünen, dazu der Rummelplatz für die Kinder: Das alles sei viel besser als unten am Sportheim, meint Oliver Türr, der zuletzt immer wieder versuchte, nochmals mit Straußmädels und Straußbuben neue Impulse zu setzen. Dass diese Art zu Feiern glänzend im Dorf ankommt, schätzt auch Ortsbürgermeister Emil Mayer, der auf die gute Zusammenarbeit mit dem Ehepaar Kiefer größten Wert legt und allen dankt, dass die Kerwetradition in Wiesbach weiter gepflegt wird.