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IGS Contwig sagt geplanten Info-Tag ab

Wegen Corona : IGS Contwig sagt geplanten Info-Tag ab

Schulleiter Thomas Höchst ist weiter überzeugt vom Hygiene-Konzept. Alle 20 Minuten läutet der Lüftungsgong.

Ein elf Punkte umfassendes Hygienekonzept stand bereits fest, Workshops waren geplant und das Personal war auch schon eingeteilt, nun macht die Entwicklung der Corona-Pandemie der Planung einen Strich durch die Rechnung. „Wir haben unseren Info-Tag am 7. November nun doch abgesagt“, gab Thomas Höchst, Schulleiter der IGS Contwig am Freitagmorgen, bekannt.

Der Info-Tag war als Corona-konforme Alternative für den Tag der offenen Tür geplant und sollte interessierten Schülern und deren Eltern die Möglichkeit geben, die weiterführende Gesamtschule mit Ganztagesbetreuung kennenzulernen. „Wir hatten eine super Anmeldezahl, aber es wäre unverantwortlich gewesen, es trotzdem zu machen“, ist sich Thomas Höchst sicher.

Auf die Schnelle hat sich die Schule aber auf die Suche nach einer Alternative für die Alternative gemacht und sich nun andere Möglichkeiten überlegt, die Schule zumindest ein Stück weit kennenzulernen. So sollen alle für den Info-Tag angemeldeten Eltern per Newsletter mit regelmäßigen Infos, darunter sind auch Videos und Fotos geplant, versorgt werden. Wer sich für den Newsletter interessiert, aber noch nicht angemeldet ist, kann das auf der Webseite der Schule jederzeit nachholen.

Für Situationen, in denen auch ein persönliches Gespräch erforderlich oder erwünscht ist, gibt es auch eine Lösung. „Wenn wir schon im digitalen Zeitalter leben, werden wir den Eltern anbieten, mit einer Videokonferenz mit uns in Kontakt zu treten“, erklärt Thomas Höchst. Die Eltern bekommen dafür einfach einen Link per Mail zugeschickt.

Dass nicht jeder diese technischen Möglichkeiten hat, dessen ist sich die Schulleitung natürlich auch bewusst. Für solche Fälle wird es auch Lösungen geben, doch kann der Kontakt damit zumindest minimiert werden. Auf Videokonferenzen sollen darum möglichst auch Eltern der Schüler zurückgreifen, die bereits an der IGS unterrichtet werden.

Zu den Zeugnissen wurden bislang immer Lehrer-Eltern-Schüler-Gespräche geführt. Um die 600 Menschen gingen dann in kürzester Zeit ein und aus. Das ist derzeit natürlich unvorstellbar. Darum werden insbesondere die Neunt- und Zehntklässler, also dort, wo wegen eines Überganges in die nächste Stufe/Oberstufe ein Gespräch sinnvoll ist, ebenfalls von der Videokonferenz profitieren, alle anderen werden zumindest im Moment eine schriftliche Rückmeldung erhalten.

Für die Schüler und das Kollegium sieht Thomas Höchst die Situation hingegen entspannt. „Ich glaube, dass wir als Schule einen guten Job machen. Ich gehe nicht mit einem schlechten Gefühl in die Schule“, erklärt Höchst. Alle Lehrer seien im Dienst und die Schüler machten das neue Hygienekonzept gut mit. Dazu gehört auch das Lüftungskonzept. Damit das regelmäßige Lüften während des Unterrichts nicht vergessen wird, hat sich die Schule etwas Simples einfallen lassen: den Lüftungsgong. Alle 20 Minuten ertönt ein kurzes Tonsignal, der dafür eingeteilte Schüler oder Lehrer öffnet dann für mindestens drei bis fünf Minuten die Fenster. Außerdem wurden den Klassenstufen eigene Bereiche auf dem Pausenhof zugeteilt, damit keine Vermischung außerhalb der Klassenstufen stattfindet. Im Anschluss werden alle Klassen von ihren Lehrkräften auf dem Pausenhof abgeholt und in die Klassenräume begleitet, die an jeder Eingangstür mit Desinfektionsmitteln ausgestattet sind. Thomas Höchst hofft, dass auf diese Weise der Unterricht weitergehen kann.

Und falls die Schulen in Rheinland-Pfalz in nächster Zeit doch wieder schließen müssen, wurde sich auch darauf vorbereitet. Die Lehrkräfte wurden in Sachen Videokonferenz, Moodle und Learning-Apps geschult, in der kommenden Woche steht auf dem Lehrplan, dieses Wissen an die Schüler weiterzugeben. Und immer vorausgesetzt, dass es bis dahin möglich ist, soll der Info-Tag nachgeholt werden: am 16. Januar 2021.