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Ignoranz gegenüber Bürgerinitiativen

Ignoranz gegenüber Bürgerinitiativen

straßenverkehr Parkplätze ausweisen Zu „Parkende Laster, endloser Ärger“ (Merkur vom 8. Januar) Ich wohne in Bubenhausen und nutze auch täglich die Ausfahrt, die in den Unteren Hornbachstaden mündet.

Hier kann ich den Unmut der ansässigen Geschäftsleute sehr gut verstehen. Erstens ist diese Straße in einem saumäßigen Zustand, Schlaglöcher, notdürftig geflickte Stellen und hinzu kommen die parkenden Lkw als auch Anhänger. Das Autofahren führt dort zu einem Slalom auf der Straße, was gerade bei Gegenverkehr nicht ungefährlich ist. Auch ärgert mich die arrogante Sichtweise der Stadtverwaltung. Anstatt hier "Fang den Ball" zu spielen, sollte man zu einem Konsens mit den Geschäftsleuten kommen. Immerhin sind das noch Gewerbesteuer-Zahler und auch Arbeitgeber. Da macht ein stures Beharren an seinen Positionen nicht viel Sinn. Ein Vorschlag zur Güte: wenn schon Parkplätze, dann auf extra ausgewiesenen und markierten Parkflächen. Dazu ist eben ein Miteinander wichtig. Falschparker müssen mit Bußgeld belegt werden. Cornell Wilhelm, Zweibrücken

Innenstadt

Kein Bedarf für Erweiterung

Zu "Über Rückbau statt Erweiterung nachdenken" (Merkur vom 6. Januar)

Die Leserbriefe von Herrn Brombacher entstammen einem gesunden Menschenverstand, der im Stadtrat und der Verwaltung zu fehlen scheint. So haben einige Stadträte jegliche Bodenhaftung verloren, wenn es um die Stadterweiterung und die Nutzung der früheren Kaufhalle geht. Kuriose Ideen geistern bei so manchem Fraktionsvorsitzenden durch den Kopf: Ein fetter Ankermieter muss her, der kleinere Geschäfte anzieht. Die Stabsstelle des Stadtmarketings muss neu besetzt werden. Dies sind unnötige Geldausgaben, die nichts bringen, wie die Vergangenheit gezeigt hat. Schmierentheater, Kinderschminken, mit einem Baukran, der die Besucher von hoch oben über die Stadt schauen lässt: Das sind Volksbelustigungen, die mit Marketing nichts zu tun haben. Fakt ist, und das schon seit Jahren: Die Fruchtmarktstraße und die Ixheimer Straße sind weitestgehend tot. Warum will man die Stadt ausweiten, wenn hierfür gar kein Bedarf vorliegt? Wenn es schon nicht gelingt, das City-Outlet mit Geschäften aus dem Dornröschenschlaf zu erwecken? Jürgen Heidenreich, Zweibrücken

Stadtmarketing

Ignoranz gegenüber Bürgerinitiativen

Zu "Fritz Stauch hatte Idee für Stadtkunst- Pferd schon 2001" (Merkur vom 22. Januar)

Immer wieder liest der erstaunte Bürger, dass von den Vertretern der Politik in Stadt, Land und Bund in den Neujahrsansprachen das Engagement der Bürger gefordert wird, so auch wiederholt vom Oberbürgermeister der Stadt Zweibrücken. Dabei fragt man sich, wieso dieses Ansinnen immer wieder aufgenommen wird. Denn offensichtlich ist es zumindest in Zweibrücken ja gar nicht gewünscht. Ich erlebe hier nur, wie das Engagement von Bürgern regelrecht mit Füßen getreten und Bürgerinitiativen mit Ignoranz begegnet wird. Ein Beispiel dafür ist nicht nur, wie mit der Idee für das Stadtkunst-Pferd von Fritz Stauch umgegangen wurde, sondern auch an unzähligen anderen Bemühungen seinerseits wie auch von anderen Bürgern, die Stadt mit Ideen zu bereichern und voranzubringen. Auch mich hat beim Stolz, der die Vertreter der Stadtspitze angesichts der Enthüllung des prächtigen Exponats erfüllte, größtes Befremden erfasst, da ich doch schon von der Anregung von Herrn Stauch wusste. Dass man sich hier mit fremden Federn schmückte, empfinde ich nicht nur als peinlich, sondern auch als unredlich. Doch dies ist nicht die einzige Entgleisung im Umgang mit Bürgerengagement. Noch beschämender empfinde ich, wie mit dem jahrzehntelangen Wirken der Mitglieder des Vereins der Rosenfreunde, allen voran mit der Vorsitzenden Frau Stauch, verfahren wird. In unbeschreiblicher Ignoranz und Arroganz begegnen die Vertreter unserer Stadt dem unermüdlichen Einsatz von Frau Stauch für den Rosengarten, indem sie dem Verein jede Handlungsbasis entziehen und Bürgereinsatz mit Füßen treten, anstatt diesen zu fördern und ein offenes Ohr zu haben. Martina Becker, Zweibrücken