IB baut Standort Zweibrücken aus

Zweibrücken. Die Umzugskisten stapeln sich auf den Fluren, überall sind Mitarbeiter damit beschäftigt, Regale ein- und auszuräumen. In der Geschäftsstelle des Internationalen Bundes (IB) in der Zweibrücker Dr.-Ehrensberger-Straße werden bereits seit Wochen Überstunden gemacht. Auch für Geschäftsführer Uwe Schramm gelten da keine Ausnahmen. Aber das macht ihm überhaupt nichts aus

Zweibrücken. Die Umzugskisten stapeln sich auf den Fluren, überall sind Mitarbeiter damit beschäftigt, Regale ein- und auszuräumen. In der Geschäftsstelle des Internationalen Bundes (IB) in der Zweibrücker Dr.-Ehrensberger-Straße werden bereits seit Wochen Überstunden gemacht. Auch für Geschäftsführer Uwe Schramm gelten da keine Ausnahmen. Aber das macht ihm überhaupt nichts aus. Er ist stolz darauf, dass seine Zweibrücker IB-Zentrale seit Januar für zwei Bundesländer zuständig ist - Rheinland-Pfalz und das Saarland (wir berichteten). 850 Mitarbeiter in den beiden Bundesländern werden jetzt von der Rosenstadt aus betreut. Das machte umfangreiche Umbau- und Umräumarbeiten in der Zweibrücker Zentrale des außerbetrieblichen Bildungsträgers nötig, der unter anderem Berufsausbildungen, Integrationskurse für Ausländer und Aussiedler, Berufsförderlehrgänge, Wiedereingliederungskurse und viele weitere Lehrgänge anbietet. Allein in Zweibrücken hat der IB laut Schramm 88 Beschäftigte, rund 100 in Pirmasens und 45 in Rodalben. Neben den Mitarbeitern in der Verwaltung unter anderem Psychologen, Soziologen, Meister und Ingenieure. Wegen der Zusammenlegung der beiden Verbünde Pfalz/Saar und Rheinland/Rheinhessen zum Verbund Rheinland-Pfalz/Saarland hat Schramm für seine länderübergreifende IB-Zentrale drei neue Mitarbeiter eingestellt. Die Beschäftigten, die in der wegen der Fusion aufgelösten Verbundzentrale in Mainz arbeiteten, seien von einer anderen Gesellschaft des IB übernommen worden. Fünf Standorte hat der IB in Zweibrücken. Neben der Geschäftsstelle mit angeschlossenen Werkstätten und Schulungsräumen die Berufsbildungsstätte Klingeltal, das Projekt betreutes Wohnen in der Bitscher Straße, das Wohnheim in der Dinglerstraße und die Tagesstätte in der Kaiserstraße. Daneben ist die Organisation für Schulsozialarbeit an der Hauptschule Mitte zuständig.1983 eröffnete der IB mit der Berufsbildungsstätte Klingeltal seine erste Niederlassung in Zweibrücken - damals noch als Außenstelle des Jugendheims Rodalben, das 1955 von Friedrich Lüder als erste IB-Stätte in der Region gegründet wurde. Schramm, der nach Lüder das Heim leitete, baute später den Standort Zweibrücken aus. 1992 gründete er die Geschäftsstelle in der Dr.-Ehrensberger-Straße. Während in den achtziger Jahren die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit durch das Bereitstellen von außerbetrieblichen Ausbildungsplätzen der Schwerpunkt des IB-Engagements in der Rosenstadt war, kam in den neunziger Jahren, als über tausend Aussiedler aus der ehemaligen Sowjetunion nach Zweibrücken zogen, die Integrationsarbeit hinzu, berichtet Schramm. "Wir haben seit 1983 insgesamt 11 000 Jugendliche in der Region ausgebildet", zieht er Bilanz und sieht den IB auch als bedeutenden Wirtschaftsfaktor. So habe die Organisation im vergangenen Jahr in der Region 19 Millionen Euro Umsatz gemacht. "Wir haben seit 1983 insgesamt 11 000 Jugendliche in der Region ausgebildet." IB-Geschäftsführer Uwe Schramm

StichwortDer Internationale Bund (IB) ist mit seinem eingetragenen Verein, seinen Gesellschaftern und Beteiligungen nach eigenen Angaben einer der großen Dienstleister in den Bereichen Jugend-, Sozial- und Bildungsarbeit in Deutschland. Bundesweit helfen mehr als 12 000 Mitarbeiter in etwa 700 Einrichtungen und Zweigstellen an rund 300 Orten jährlich zirka 350 000 Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen und Senioren bei der beruflichen und persönlichen Lebensplanung. Die einzelnen Einrichtungen werden vom IB dabei in einer Verbundstruktur gesteuert. Die Schwerpunkte der Arbeit vor Ort liegen in erster Linie in der Aus- und Weiterbildung sowie der Jugendhilfe. Rund 600 Jugendliche absolvieren derzeit im Verbund Rheinland-Pfalz/Saarland, gefördert durch die Agentur für Arbeit, eine überbetriebliche Ausbildung. Ob Hauswirtschaft, Gastronomie, Gartenlandschaftsbau, Wirtschaft und Verwaltung, Maler-, Holz- oder Metallbereich - die Palette der angebotenen Ausbildungsberufe in den unterschiedlichen Berufsfeldern ist groß. red