Holperpiste geht es an den Kragen

Kleinsteinhausen. Rund eine Million Euro wird die Ortsgemeinde in den Ausbau der Hauptstraße investieren. Die Ausbauplanung brachte vor mehr als einem Jahr der Kleinsteinhauser Rat auf den Weg. Gesichert ist die Finanzierung

Kleinsteinhausen. Rund eine Million Euro wird die Ortsgemeinde in den Ausbau der Hauptstraße investieren. Die Ausbauplanung brachte vor mehr als einem Jahr der Kleinsteinhauser Rat auf den Weg. Gesichert ist die Finanzierung. Allein Rechtsfragen zu Grund und Boden im direkten Straßenverlauf waren bisher der Hemmschuh dafür, dass noch nicht mit den Bauarbeiten begonnen wurde, wie das eigentlich fester Planungsbestandteil war. Doch jetzt soll es losgehen. Mit dem Abriss einer einsturzgefährdeten Stützmauer vielleicht noch diesen Freitag oder Samstag.Seit etlichen Jahren wird am Hauptstraßenausbau herumgedoktert. Voriges Frühjahr gaben die Ratsmitglieder grünes Licht für die Ausbauplanung. 720 000 Euro müssen allein für die Straßenerneuerung mit den Gehwegen aufgebracht werden. Hinzu kommen noch Kosten für eine neue Straßenbeleuchtung. Im Ort sorgen noch alte Quecksilberdampfleuchten für Licht - für diesen Leuchtentyp kommt bekanntlich in absehbarer Zeit das Aus. Zusammen mit den Ingenieurkosten rückt ein siebenstelliger Betrag bedrohlich nahe. Die Ausbaustrecke ist rund 650 Meter lang. Über wiederkehrende Beiträge wird das Gesamtprojekt finanziert. "In einem Monat sind wir schlauer, haben wir Zahlen auf dem Tisch", meint Ortsbürgermeister Ludwig Doniat. Dann nämlich ist die Ausschreibung für die Maßnahme gelaufen, wissen die Ratsmitglieder, wie dick die Auftragsbücher der Straßenbauer schon sind oder mancher doch noch um diesen oder jenen Auftrag buhlt.

Viele Hürden mussten seit den Anfangsüberlegungen im Jahr 2007 gemeistert werden. Graue Haare bekam der Ortsbürgermeister in den Verhandlungen über die notwendigen Flächenabtretungen. "Das lief alles sehr zäh und bedurfte vieler Gespräche. Doch ich glaube, jetzt sind wir am Ziel", gibt sich Ludwig Doniat zuversichtlich. Asphaltiert wird die Fahrbahn in der Hauptstraße, die Sporthalle, Dorfgemeinschaftshaus und im rückwärtigen Teil auch den Gemeindefriedhof erschließt. Die Bürgersteige werden mit Betonpflaster hergestellt. Die Straße bekommt eine Muldenrinne. Dadurch wird es möglich, eine Fahrbahnbreite von 3,75 Meter zu bekommen. Die beidseitigen Bürgersteige werden jeweils 1,50 Meter breit. Der Kanal muss teilweise erneuert werden. "In einem Monat sind wir schlauer."

Ludwig Doniat, Bürgermeister