Hohn beschwört Einigkeit

Contwig. Die Ziele beim Parteitag des FDP-Kreisverbandes Südwestpfalz am Samstag in der Gaststube der VTC-Turnhalle waren von Anfang an klar: Einstimmen der zahlreichen Versammlungsbesucher auf das politische Großereignis zum Monatsausklang - der Landtagswahl

Contwig. Die Ziele beim Parteitag des FDP-Kreisverbandes Südwestpfalz am Samstag in der Gaststube der VTC-Turnhalle waren von Anfang an klar: Einstimmen der zahlreichen Versammlungsbesucher auf das politische Großereignis zum Monatsausklang - der Landtagswahl. Eine rot-grüne Regierungskoalition wollen sie verhindern, dem Hornbacher Stadtbürgermeister Reiner Hohn einen Sitz im Landtag verschaffen.Dass dieses Ziel, trotz gegenwärtig nicht berauschender Umfrageergebnisse zu erreichen ist, machten Reinhold Hohn und der Bezirksvorsitzende und FDP-Spitzenkandidat Günter Eymael aus Bad Dürkheim deutlich. "Wir haben in 19 Jahren Regierungsarbeit in Rheinland-Pfalz, wo ich selbst eine Regierungsperiode mitgearbeitet habe, gute Arbeit geleistet", stellte Hohn fest und meinte etwas spöttisch: "Was die SPD betrifft, man kann sie nicht allein lassen und salopp gesagt, manchmal muss man Kurt Beck vor seinen eigenen Leuten schützen." Die von der Landespartei ausgegebene Losung, sich auf die Zweitstimmen zu konzentriere, bezeichnete Hohn als gut und sagte: "Rot-Grün verhindern geht nur mit einer starken FDP im Landtag". Als nicht regierungsfähig bezeichnete Hohn Bündnis 90/Die Grünen und machte dies an Beispielen deutlich. "Gerade wir in der Westpfalz brauchen mehr als andere im Land die Mobilität. Die Grünen wollen den B 10-Ausbau stoppen, am Flugplatz in Zweibrücken soll sich nichts mehr bewegen nur sie stehen nicht dazu, gaukeln dem Wähler andere Dinge vor." Gerade das in Zweibrücken erlebte Gezänk mit den saarländischen Grünen habe deutlich gemacht, was die Grünen von "Mobilität" halten, stellte Reinhold Hohn fest. Er betonte die Geschlossenheit des FDP-Kreisverbandes. Daran änderten auch unterschiedliche Auffassungen zum Thema "Fachmärkte auf der Truppacherhöhe" nichts.

Günter Eymael ritt harte Attacken gegen Kurt Beck als "Saubermann". Wer mit Justizminister Bamberger selbst Leichen im Keller habe, dürfe sich so nicht in den Mittelpunkt stellen. Auf das Bildungswesen ging Eymael näher ein und sagte, dass Schulkinder nicht die Versuchskaninchen der Parteien werden dürften. Allein die Fehlleistungen beim Nürburgring müssten ausreichen, um der SPD mehr als einen Denkzettel zu verpassen. "Rot-Grün zu verhindern geht nur mit einer starken FDP im Landtag."

Reiner Hohn