Hochwasser: Die Gefahr sinkt

Dellfeld/Hornbach. An den Hochwasserfronten des Trualb-, Felsalb, Hornbach- und Schwarzbachtals herrscht derzeit Ruhe. Die Fluten sind in den Nachtstunden vom Donnerstag auf Freitag zurückgegangen. Die hinterlassenen Sandspuren in den Talauen belegen das

Dellfeld/Hornbach. An den Hochwasserfronten des Trualb-, Felsalb, Hornbach- und Schwarzbachtals herrscht derzeit Ruhe. Die Fluten sind in den Nachtstunden vom Donnerstag auf Freitag zurückgegangen. Die hinterlassenen Sandspuren in den Talauen belegen das. Die Landstraße nach Brenschelbach im Saarland, die von der Straßenmeisterei in Hornbach am Donnerstagabend gesperrt wurde (wir berichteten), ist seit gestern wieder für den Verkehr frei.Ein drastisches Ansteigen der Wasserfluten lässt sich an den Pegeln in Althornbach und Hornbach nicht ausmachen. Das große Rückhaltebecken bei Dusenbrücken ist derzeit noch geöffnet. Die Wassermassen der Felsalb schießen ungebremst beim Brückendurchlass hindurch. Erst wenn die Situation in den unterliegenden Ortschaften Dietrichingen, Mauschbach und Hornbach kritisch wird, legt die Feuerwehr den Hebel um und lässt die Fluten steigen. Jürgen Conrad von der Freiwilligen Feuerwehr Hornbach hat diesbezüglich schon Erfahrung. "Wenn der Parkplatz beim Markant in Hornbach zur Hälfte unter Wasser steht, dann wird es Zeit, dass ,Judy' den Stauschieber in Dusenbrücken zudreht", sagt der Hornbacher Stadtbeigeordnete Heinz-Walter Roth, der für den in China weilenden Stadtbürgermeister Reiner Hohn die Amtsgeschäfte führt. Kritisch war die Situation in den Abendstunden des Donnerstags geworden. Da nämlich kamen ungeheure Wassermassen aus Frankreich über die Schwalb angeschossen. "Der Retentionsraum beim Sportheim des SV Hornbach war ziemlich vollgelaufen, die abgestellten Tore nur noch zur halben Höhe sichtbar. Da schrillten bei uns die Alarmglocken und aus Sicherheitsgründen wurde die Landstraße nach Brenschelbach im Saarland gesperrt", sagt Roth und freut sich zusammen mit den Anliegern in der Hornbacher Lauerstraße, dass der Leidenskelch an den Anliegern nochmals vorübergegangen ist. Für Roth waren dabei die Unterhaltungsmaßnahmen der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land wesentlicher Faktor. "Wir drängten die Verwaltung zum Freilegen des dritten Bogens bei der Lauerbrücke im Zinsel. Diese historische Brücke landet immer wieder zu. Noch vor den Weihnachtstagen konnte dort erhebliches Erdreich herausgenommen werden."

Der Schwarzbach hat in Falkenbusch sein Bett verlassen. Foto: cos

Im Schwarzbachtal. sind rund um Dellfeld die Talauen überflutet. Doch eine direkte Gefahr für die Anlieger besteht im Augenblick nicht. Der Radweg zwischen Rieschweiler und Contwig ist derzeit allerdings wegen Überflutung gesperrt.