Hilfe für Vereine und Gemeinden

Der Vorstand der Daniel-Theysohn-Stifung besuchte Projekte in Contwig und Althornbach, die im laufenden Jahr von der Stiftung gefördert wurden. In Riedelberg und Großsteinhausen informierte sich der Vorstand über Vorhaben, für die Fördermittel beantragt wurden.

"Ohne Eigenleistung könnten wir das nicht stemmen", erklärte der Vorsitzende des Sportclubs Stambach, Emil Stöckle, den Vorstandsmitgliedern der Daniel-Theysohn-Stiftung, die bei einer Rundreise von der Stiftung geförderte Projekte in Augenschein nahmen. Ein halbes Dutzend Mitglieder waren gerade dabei, den Zugang zum neuen Rasenplatz anzulegen. Drei Stunden später: anderer Ort, gleiche Aussage. "Bei den Arbeiten sind immer fünf bis 15 ehrenamtliche Helfer dabei", sagte die Althornbacher Ortsbürgermeisterin Ute Klein. Hier waren Bürger dabei, einen Gewölbekeller des künftigen Bürgerzentrums freizulegen.

"Das ist wichtig, dass die Menschen vor Ort selbst was machen und nicht nur Geld beantragen", sagte der Vorsitzende der Daniel-Theysohn-Stiftung, Gerhard Andreas, in einem Pressegespräch. Die Stiftung unterstützt seit 1970 neben der Ausbildungsförderung von Jugendlichen in Ludwigswinkel, Fischbach, Heltersberg, Geiselberg, Schmalenberg und Waldfischbach-Burgalben gemeinnützige Vereine, Gemeinden oder Kirchen aus der Südwestpfalz bei Vorhaben.

"Das machen wir aber nicht vom Schreibtisch aus. Wir schauen uns die Projekte an, die wir fördern und informieren uns über Vorhaben für die Anträge vorliegen", betonte Andreas. Der Vorstand schaute sich bei der Rundreise beim SC Stambach, der seinen Hartplatz umbaut, am neuen Kindergarten Stambach und dem Spielplatz, beim Sportverein Palatia und im künftigen Althornbacher Bürgerzentrum um. Die besuchten sechs Projekte sind bereist bewilligt und erhalten eine Zuwendung von über 100 000 Euro.

"Wir vergeben keinen prozentualen Zuschuss. Wir schauen uns jedes Projekt an und entscheiden uns dann. Immer im Sinne des Stifters." Bei Visionen und politisch umstrittenen Projekten halte sich die Stiftung zurück. Der Tischtennisclub Riedelberg , der eine Sporthalle errichten möchte (wir berichteten), und die Gemeinde Großsteinhausen , die das Dach des denkmalgeschützten ehemaligen Schulhauses sanieren möchte, hoffen auf eine Zuwendung.

Andreas stellte bei dem Gespräch die Stiftung vor, die seit der Gründung im Jahre 1970 bis heute Jugendliche und Projekte im Bereich des Naturschutzes, Denkmalschutzes, der Heimatpflege oder des Sports mit rund 75 Millionen gefördert hat.

Dabei wird jedes Jahr das im Vorjahr erwirtschaftete Geld, abzüglich entstandener Auslagen und einer Rücklage zum Inflationsausgleich, ausgeschüttet. In diesem Jahr standen dafür rund 1,9 Millionen Euro zur Verfügung. Angesichts der Situation auf dem Finanzmarkt "eine respektable Summe", meinte Andreas.

920 000 Euro gehen in die Projekte. Eine Million in die Ausbildungsförderung . "Die hat Vorrang", sagte der Stiftungs-Geschäftsführer, Dieter Schehl. Denn mit der Ausbildungsförderung begann 1970 die Geschichte der Stiftung. "Das war ein besonderes Anliegen des Stifterehepaares", erklärt Schehl. Die Jugendlichen zwischen 16 und 25 Jahre der sechs Gemeinden, die einen Antrag stellen, erhalten monatlich 120 Euro.