Hexen und Vampire erobern die Stadt

Zweibrücken. "Süßes, sonst gibt's Saures!" Mit diesem Spruch wurden am Freitag viele Zweibrücker von Hexen und Vampiren an der Haustür überrascht

Zweibrücken. "Süßes, sonst gibt's Saures!" Mit diesem Spruch wurden am Freitag viele Zweibrücker von Hexen und Vampiren an der Haustür überrascht. Doch wer vor den kleinen Klingelgespenstern schon Angst bekam, der hatte das Treiben in der Innenstadt noch nicht gesehen: In der Abenddämmerung zog es Zweibrücker Halloweenfans jeden Alters in die Fußgängerzone mit ihren gruselig geschmückten Schaufenstern zum "Süßes, sonst gibt's Saures"-Spiel in den Geschäften, wo Verkäufer schon mit Gummibärchen, Bonbons und Zuckerstangen auf die verkleideten Kinder warteten. Wer mit seinem Outfit noch nicht ganz zufrieden war, der konnte sich ein Grusel-Make-up auflegen lassen. So verließen Kürbisköpfe und Zauberer den Schminkstuhl genauso häufig wie blutverschmierte Fledermäuse und Spidermans. Karussells und Spielbuden boten Unterhaltung auf dem Hallplatz und für wärmende Getränke sorgten Hexenköche am Getränkestand. "Wir gehen an Halloween immer in die Stadt um Süßes zu sammeln", erzählte Hexe Kimy Kewel und präsentierte stolz ihren gut gefüllten Hexenhut. Die Neunjährige wollte die Nacht bei Gruselfilmen mit ihren drei Freundinnen verbringen. "Außerdem haben wir zu Hause dekoriert und haben uns schon die ganze Woche auf Halloween gefreut", fügt die achtjährige Dana Joy Schuler hinzu. Kostümwettbewerb im Hobbit Auf den Gruselabend haben sich auch Elke Semar und Juliane Scheer gefreut. Sie haben es sich in einem Café bei einem "blutroten" Prosecco bequem gemacht. "Es ist doch toll, dass mal so richtig was los ist in der Stadt. Vor allem für die Kinder ist es schön, weil sie Süßigkeiten bekommen und an jeder Ecke Schulfreunde treffen", meint Elke Semar. Aber nicht nur den Kleinen wurde viel geboten. "Ich will noch mit meinen Kumpels weggehen", hatte sich Thorsten Sand vorgenommen. "Schließlich locken die Kneipen heute mit Halloweenpartys", erklärte der 17-Jährige Zweibrücker. Weil im Gasthaus Hobbit ein Kostümwettbewerb anstand, wollte er sich auch verkleiden. Als was, darüber hatte er sich noch keine Gedanken gemacht. "Wir treffen uns bei einem Freund zu Hause, und dann wollen wir sehen was wir an Kostümen improvisieren können." So gab es am Abend bunte Gruselbowlen statt dem guten alten Pils und schaurig Kostümierte in den Zweibrücker Bars. Im "Erdgeschoss" beim Gasthaus Sutter standen beim "Schock-Rock"-Konzert sogar mehrere Bands auf der Bühne. Und die Musiker von Operation Woodrose, Chief Wiggum, 7PM Meeting und Fät Molly brachten die Vampire, Hexen und anderen Gruselgestalten im Publikum zum rocken. jls