Ferienlager : Herrliche Ferientage

Internationales Ferienlager in Schmitshausen wieder ein Erfolg. Im Dorfgemeinschaftshaus fühlen sich alle gut aufgehoben.

Umarmungen, Freundschaftküsschen links und rechts auf die Wange – Abschiedsstimmung pur, als vergangenen Freitag die 14 Jugendlichen aus dem italienischen Limana zusammen mit ihrer jungen Bürgermeisterin Milena De Zange und dem Betreuerteam als Erste das Dorfgemeinschaftshaus an der Zweibrücker Straße in Richtung Süden verließen. Rund 800 Kilometer, eine wohl 12-stündige Busfahrt, lag vor der größten Teilnehmergruppe am internationalen Ferienlager der Partnerschaftsorte Limana, Longuyon, Walferdange und Schmitshausen, das diesmal auf der Sickingerhöhe mit großem Engagement organisiert wurde.

33 Kinder im schulpflichtigen Alter hatten das Angebot der Kommunen angenommen, es ist das 37. Lager seiner Art überhaupt gewesen und die Vorbereitungs- wie Durchführungsfäden liefen einmal mehr beim früheren Verwaltungsbeamten Ottmar Müller zusammen (wir berichteten bereits). Dass gerademal ein Ferienkind aus dem Rosendorf und ein weiteres aus dem Nachbarort Rieschweiler-Mühlbach den Weg zu dieser Freizeit fanden, stimmt Ottmar Müller mehr als nachdenklich. „Alle Appelle verhallen, unser Werben, sich rechtzeitig für ein friedliches, geeintes Europa einzusetzen, findet im Ort keinen Nachhall. Da müssen halt alle, Kommunalpolitiker, Schule, Eltern und Kinder an einem Strang ziehen. Eigentlich traurig, wenn man ganz ehrlich sein soll.“ Ortsbürgermeister Markus Schieler sucht gleichfalls nach Lösungswegen, betreibt Ursachenforschungen: „Was können wir mehr machen, als allen Verantwortlichen das Angebot zu unterbreiten. Das ist zunächst das Elternhaus, das sind die Kinder und früher sind gewiss auch in den Schulen schon die Weichen für derartige Freizeitangebote gestellt worden. Es muss uns künftig halt gelingen, dass es nicht allein die Ferienzeit hierzulande ist, sondern es für alle Teilnehmer gleichermaßen ein Gewinn ist, mit Gleichaltrigen aus Frankreich, Italien oder Luxemburg zusammen zu sein und sich bei den vielfältigen Aktionen näher zu kommen. “

Am 19. Juli waren die Kinder und Jugendlichen mit ihren Betreuern im Rosendorf mit großem Hallo begrüßt worden, das sie tags darauf auch näher kennen lernten. Die Dom- und Kaiserstadt Speyer ist für alle ein erster Höhepunkt gewesen, mit einem gemeinsamen Mittagessen am Sonntag bei „Rudi“ war die erste Ferienwoche „um“. Der Besuch des Dynamikums in Pirmasens wurde mit einem Stadtbummel und am Abend mit einer fetzigen Disco im Dorfgemeinschaftshaus abgerundet. Trotz Spielen, Lagerfeuerromantik und dem informativen Besuch im Wildgehege „Tierart“ im benachbarten Maßweiler wurde viel Zeit in die Vorbereitung des Abschlussabends investiert, der traditionell am Tag vor der Abreise stattfindet und zu dem auch diesmal wieder Eltern und Partnerschaftsfreunde aus den vier Orten in die Westpfalz auf die Sickingerhöhe reisen.

Ortsbürgermeister Markus Schieler wertete es dabei nicht allein als ein ganz besonders schönes Zeichen der Verbundenheit, wenn die italienische Amtskollegin die Strapazen der weiten Anreise auf sich nahm, um gemeinsam mit den Kindern und Betreuern wieder zurückzufahren.

Der pensionierte Schulrektor Hans Erich Henkes erinnerte an die Anfänge der langjährigen Partnerschaft 1971 und die ersten Ferienlager in den achtziger Jahren. Der besondere Dank galt aber den örtlichen Helfern, die es mit ihrem täglichen Einsatz über die Aktionstage hin möglich machten, dass alle frische, schmackhafte Kost, direkt in der Dorfgemeinschaftshausküche zubereitet, auf den Tisch bekamen. Die Partnerschaft im Zeichen der Rose, so Henkes lebe im Zeichen eines geeinten Europas in Frieden, Freiheit, Brüderlichkeit und dem Schutz der Umwelt fort, so Henkes unter dem Beifall aller beim diesjährigen Abschlussabend.

Mit einem bunten Unterhaltungsprogramm ernteten die Kinder viel Beifall von dem aufmerksamen Publikum. Mit Tanzdarbietungen und mimischen Spielen unterhielten sie Eltern und Gäste. Das Lob für eine überzeugende Gastfreundschaft, eine gute Küche und wie immer herzliche Aufnahme in der kleinsten der vier Partnergemeinden war dabei Gesprächsthema an allen Tischen und machte nicht allein Ortsbürgermeister Markus Schieler und Ottmar Müller doch ein bisschen stolz auf das Erreichte und motivierte natürlich auch für die Zukunft.