Hauptwasserleitung Winterbach In Winterbach rollen die Bagger

Winterbach · Die Erneuerung der Hauptwasserleitung im Ort kostet 752 000 Euro.

Der Ausbau der Ortsdurchfahrt Winterbach (Bild) hat begonnen. Derzeit verlegt die Firma Broschart und Göller eine neue Hauptwasserleitung.

Der Ausbau der Ortsdurchfahrt Winterbach (Bild) hat begonnen. Derzeit verlegt die Firma Broschart und Göller eine neue Hauptwasserleitung.

Foto: Norbert Schwarz

(cos) Die Ausbauarbeiten in der Ortsdurchfahrt Winterbach haben begonnen. Von der Baufirma Broschart und Göller aus dem Nachbardorf Maßweiler wird die Hauptwasserleitung erneuert. Direkt danach folgen werden die Arbeiten zum Erneuern der Hausanschlüsse zu jedem angeschlossenen Grundstück oder den möglichen Baulücken. Allein ins Erneuern der Hauptwasserleitung mit den erwähnten Hausanschlussleitungen investiert der Wasserzweckverband Sickingerhöhe-Wallhalbtal 752 000 Euro. Ursprünglich waren laut Werkleiter Joachim Becker 632 000 Euro veranschlagt. Die Ausbaustrecke reicht vom Buswendehammer beim Kindergarten bis zur Einmündung der Gemeindestraße die hoch zum Klosterberger Hof führt.

Planungs- und Bauleitungskosten sind bei der jetzigen Kostenermittlung, wo das Fachunternehmen aus Maßweiler billigste Bieterin gewesen ist, nicht einmal eingerechnet. Dabei ist die Kostenschätzung alles andere als uralt. Der Ermittlungszeitpunkt liegt gerade einmal zwei Jahre zurück. Doch Energiekrise, Ukraine-Krieg, Inflation und alle dieses Dingen lassen ganz einfach die Kosten steigen. Bei der Auftragsvergabe hatte Joachim Becker den Mitgliedern des Zweckverbandes noch keinen Zeitpunkt für den Arbeitsbeginn nennen können. Doch inzwischen hat der Bautrupp von Broschart- und Göller losgelegt.

Notwendig ist die Wasserleitungserneuerung innerhalb der Winterbacher Ortsdurchfahrt schon längere Zeit. Mehrfach hat Werkleiter Joachim Becker von den Werken Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben, die auch den für die Trink- und Brauchwasserversorgung in Winterbach zuständigen Wasserzweckverband Sickingerhöhe-Wallhalbtal leiten, darauf hingewiesen, wie stark die Wasserverluste gerade in diesem Bereich feststellbar sind. „Die Versorgungsleitung ist uralt und muss raus. Das bedeutet allerdings, Hand in Hand zu arbeiten, denn wir müssen im Straßenbereich arbeiten und die Fahrbahn ist dort eh schon vom Schwerlastverkehr stark deformiert, hat inzwischen die Form eines alten Waschbretts angenommen!“, so der Werkleiter. Der Arbeitsbeginn des Projektes sollte sich nicht weiter verzögern. Doch wegen fehlender Leitplanken bei der Landstraße in Reifenberg, die als Umleitungs-Strecke genutzt wird, hatte keine Freigabe besagter Strecke erfolgen können.

Auch sonst gab es noch vor dem eigentlichen Baubeginn manche Überraschung, So berichtet Werkleiter Joachim Becker etwa davon, dass mit Ultraschall nach Munitionsresten aus dem Zweiten Weltkrieg gesucht wurde. 24 sogenannte „Anomalien“ wurden prompt festgestellt. Allerdings konnte in allen Fällen Entwarnung gegeben werden.

Die zu erneuernde Hauptwasserleitung hat eine Länge von rund 600 Metern. 35 Wasserhausanschlüsse zweigen davon ab, noch unbebaute Grundstücke bekommen gleichfalls bei der jetzigen Maßnahme einen Abzweig mitverlegt. Dazu müssen beim kommenden Vorhaben 15 Hauptschieber und Hydranten erneuert werden. Die Arbeiten sind dann allerdings erst bis zur Hälfte erledigt.

Sind Hauptleitung verlegt und die Hausanschlussleitungen erneuert, steht einem Arbeitsbeginn zur eigentlichen Straßenerneuerung nichts mehr im Wege. Allerdings nur bis zur Hälfte der Ortsmitte von Winterbach. Wie der Pfälzische Merkur erfahren konnten, soll der Ausbau des restlichen Teilstücks in den Jahren 2025/2026 vorgenommen werden.

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