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Hauptleitung in Krähenberg wird erneuert

Ortsdurchfahrt Krähenberg : Neue Schlagader fürs Krähenberger Wasser

Die Leitungen in der Ortsmitte liegen bereits seit 120 Jahren.

Für den Ausbau der Krähenberger Ortsdurchfahrt arbeiten der Wasserversorgungszweckverband Sickingerhöhe-Wallhalbtal, der Landesbetrieb Mobilität (LBM), die Pfalzwerke und die Ortsgemeinde Hand in Hand. Das Erneuern der Hauptversorgungsleitung in der Dorfstraße steht nunmehr als Investition des Wasserversorgungszweckverbandes fest. die Kosten sind im Wirtschaftsplan mit 165 000 Euro veranschlagt. Die Arbeiten sollen noch dieses Jahr anlaufen. Der Projektplan ist noch im letzten Jahr beschlossen worden. 

„Wir haben in Krähenberg die älteste Teilleitung in unserem gesamten Versorgungsgebiet liegen“, betonte Werkleiter Joachim Becker auf Nachfrage unserer Zeitung. Ortsbürgermeister Thomas Martin ergänzt diese Aussage nachträglich im Gespräch mit dem Pfälzischen Merkur. „Die Hauptleitung in unserer Hauptstraße, der Ortsdurchfahrt, die eine klassifizierte Landstraße ist, ist 120 Jahre alt. Wir haben in Krähenberg 1900 eine Wasserversorgung bekommen und seither haben wir am Versorgungsstrang in der Hauptstraße nichts erneuert!“ Die Erneuerung der Hauptverkehrsader sei „wahrlich kein Luxus“, sagt Martin.

Mit dem Kanalbau sind auch die Gehwege einheitlich ausgebaut und angelegt worden, allein die Fahrbahn der vielbefahrenen Landstraße wurde seither immer mehr in Mitleidenschaft gezogen. Die fortwährenden Ausbesserungsarbeiten sind für jeden Benutzer erkennbar, das Bild eines Flickenteppichs im unterschiedlichen Asphaltmuster erkennbar. Bereits im letzten Jahr hatte es Abstimmungsgespräche gegeben. Werkleiter Becker: „In der sachlichen Einschätzung lagen wir zu keinem Zeitpunkt auseinander, allein die Projektfinanzierung bereitete dem Landesbetrieb Probleme, obwohl kein Vollausbau der Landstraße im Augenblick zur Diskussion steht.“

Joachim Becker und Thomas Martin erklären übereinstimmend, dass mit einer Fahrbahnerneuerung die Gesamtsituation verbessert werden soll. Martin: „Wenn Busse, Laster oder schwere Landmaschinen über die Landstraße rollen, dann gibt das Erschütterungen bis zu den angrenzenden Häusern. Klar, dass sich darüber die Anlieger beim Ortsbürgermeister beschweren und klar auch, dass ich in meiner Funktion als Ortsbürgermeister diese Klagen bei den verantwortlich zuständigen Stellen bekundet habe. Aber das alles hat seine Zeit gedauert, bis sich jetzt Abhilfe abzeichnet.“

Für Werkleiter Joachim Becker, welcher die Geschäfte der Wasserversorgungszweckverbandes bei den Verbandsgemeindewerken von Thaleischweiler-Wallhalben mitführt, ist die Erneuerung der Hauptwasserleitung aus versorgungstechnischer Sicht besonders bedeutsam. „Wir haben vor gut fünf Jahren etwa eine neue Zuleitung vom Hochbehälter zur Ortslage verlegt. Sie war notwendig, um den Wasserdruck in der gesamten Ortslage verbessern zu können. Auch sind Verbesserung bei der Bereitstellung von Löschwasser mit dieser Maßnahme einhergegangen. Jetzt bietet sich die Möglichkeit, dass wir in der Eckstraße eine Ringleitung schaffen können. Das wird dann der Fall sein, wenn  die Ortsgemeinde ihre Absicht ein neues Baugebiet in diesem Bereich zu schaffen realisiert.“

Ortsbürgermeister Thomas Martin erklärte dazu, dass ein neues Baugebiet zur Planung anstehe. Das Büro MWW-Ingenieure aus Ramstein-Miesenbach habe Entwürfe für ein neues Baugebiet ausgearbeitet. Bei dieser Gelegenheit sollen auch die Pfalzwerke AG zu Wort kommen. Das Energieversorgungsunternehmen wird nämlich das Niederspannungsnetz ins Erdreich verlegen, die Dachständer somit von sämtlichen Wohnhäusern im Ort verschwinden. Verlegt wird zudem nicht allein die Hauptwasserleitung, vielmehr erneuert bei der Gelegenheit der Zweckverband auch die Hausanschlussleitungen zu jedem einzelnen Wohnhaus in der Hauptstraße.