Gundacker betont Gemeinschaft

In seiner Neujahrsansprache hat Bürgermeister Jürgen Gundacker einen Ausblick auf die wichtigsten Themen, die in diesem Jahr auf die Verbandsgemeinde zukommen, gegeben. Als „größte Herausforderung“ nannte er die Integration von Asylsuchenden.

Viele Gäste waren der Einladung der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land in die Bechhofer Schulsporthalle gefolgt. Foto: Jacobi Foto: Jacobi

"Gemeinsam ist ein gutes Stichwort für die Kommunalpolitik", sagte Bürgermeister Jürgen Gundacker (SPD ) gestern Abend beim Neujahrsempfang der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land in der Bechhofer Sporthalle. Der Verbandsbürgermeister stellte auch seine Ansprache unter den Titel Gemeinschaft. "Wenn es eine große Gemeinschaft gibt, die sich für unsere Verbandsgemeinde engagiert, dann wird alles das eintreten, was wir uns vornehmen." So ergaben die Überschriften über die einzelnen Themen das Motto. Beim Stichwort Gesellschaft nannte Gundacker vor allem die Vereine und ehrenamtlich tätigen Bürger, die eine wertvolle Arbeit in den Ortsgemeinden leisten. Dabei würden die Anstrengungen der Ortsgemeinden für die Gesellschaft von der Verbandsgemeinde mit Wanderungen, Ausstellungen oder der Ferienfreizeit unterstützt.

Auch in der Verbandsgemeinde sei die Energiewende ein wichtiges Thema. Dabei erinnerte der Bürgermeister an die Ausweisung von Konzentrationszonen für Windkraftanlagen in Riedelberg, Käshofen und Großbundenbach. "Die Verbandsgemeinde hat sich die Entscheidung nicht leicht gemacht." In den nächsten Monaten würden die Gebiete weiter untersucht. Beim Buchstaben M sprach Gundacker die Modernisierung des Verwaltungsgebäudes an. Ein zweites E widmete sich den Einweihungen wie dem Wasserspielplatz in Contwig oder der dem Richtfest des neuen Verwaltungsgebäudes der Verbandsgemeindewerke in Contwig. Gundacker sprach aber auch die Einweihungen der neuen Wasgaufiliale in Hornbach, der Niederlassungen von Viessmann oder Fischer in der Nähe der Style Outlets an. "Bodenständige Unternehmen" hätten den Standortvorteil erkannt. Wichtig sei die Weiterentwicklung der Truppackerhöhe, wo sich ein Möbelmarkt ansiedeln könnte.

Integration sei wohl "die größte Herausforderung" im vergangenen Jahr, die die Gesellschaft "auch in diesem Jahr begleiten wird". Dabei hätte die Verbandsgemeinde alles getan, um Unterkünfte bereitzustellen und die Flüchtlinge willkommen zu heißen. Gundacker erwähnte dabei auch die Erstaufnahmeeinrichtungen auf dem Flugplatz und die Unterbringung von Jugendlichen, die ohne Begleitung gekommen sind. Bei der Bewältigung der Aufgabe sei vor allem den ehrenamtlich Tätigen zu danken. "Sie alle tragen dazu bei, dass die Asylsuchenden bei uns Fuß fassen." Mit diesen Anstrengungen dürfe nicht aufgehört werden. Ansonsten würden diese Menschen verloren gehen. Netzwerk und Schulen waren weitere Stichworte. Gundacker erwähnte, dass in den kommenden fünf Jahren die Investitionen in die Schulen die Hälfte des Haushalts ausmachen würden. Er nannte die Schulsporthallen in Hornbach und Bechhofen oder die energetische Sanierung in Dellfeld. Mit der Einrichtung von Ganztagsschulen an den großen Schulstandorten leiste die Verbandsgemeinde auch ein Beitrag im Bildungsbereich. Die angelaufene Stadt-Umland-Strategie sei eine Chance für die Region. Beim Buchstaben H wie Hilfe für die Krisenherde der Welt blickte Gundacker über die Region hinaus. Die ärztliche Versorgung bedeutet für den Bürgermeister nicht nur die Zukunft der beiden Krankenhäuser, sondern auch die Versorgung im ländlichen Raum. Auch die Feuerwehr vergaß Gundacker nicht in seiner Aufzählung. Zum Schluss ging der Bürgermeister der Verbandsgemeinde auf den Tourismus ein. "Die sanfte Tourismusentwicklung wird in unserer Zukunft eine zentrale Bedeutung erfahren." Premium-Wanderwege, Bike-Region und Region am Wasser nannte er als Beispiele.