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Grundstücksverkauf läuft derzeit zäh

Grundstücksverkauf läuft derzeit zäh

Reifenberg. Die Baulücken im gegenwärtigen Baugebiet "In den Hanfgärten" in Reifenberg sind noch längst nicht verschwunden. Sechs von insgesamt 33 ursprünglichen Bauplätzen sind noch unbebaut. Doch für Ortsbürgermeisterin Michaela Hüther stellt dieser Umstand weiterhin keine Belastung im jährlichen Etat dar, denn sämtliche Folgekosten seien beglichen

Reifenberg. Die Baulücken im gegenwärtigen Baugebiet "In den Hanfgärten" in Reifenberg sind noch längst nicht verschwunden. Sechs von insgesamt 33 ursprünglichen Bauplätzen sind noch unbebaut. Doch für Ortsbürgermeisterin Michaela Hüther stellt dieser Umstand weiterhin keine Belastung im jährlichen Etat dar, denn sämtliche Folgekosten seien beglichen. Der Blick in die Zukunft verspricht sogar eine Besserung, denn alle Einnahmen aus dem Baulandverkauf entlasten den Gemeindehaushalt.Der Zukunftsvision, keine gemeindlichen Bauplätze mehr zu haben, will die Ortsbürgermeisterin natürlich mit allen werbewirksamen Mitteln nachhelfen. Obwohl der finanzielle Druck, den man aus den vergangenen Jahren kennt, derzeit nicht spürbar ist. "Natürlich läuft der Grundstücksverkauf zäh, aber wer konnte diese wirtschaftliche Entwicklung schon voraussehen", stellt Hüther fest und freut sich riesig darüber, dass derzeit "nur noch" die drei besagten Grundstücke in Gemeindehand sind.

Die auf diesen Grundstücken lastenden Erschließungskosten hatte die Kommune wie jeder sonstige Grundstückseigentümer vorgehalten und jährlich finanziert. Eventuelle Veräußerungserlöse spülen jetzt zusätzliches Geld in die Gemeindekasse, unterstreicht die Ortsbürgermeisterin mit einem vielsagenden Lächeln. Denn welche Gemeinde ist in der Gegenwart nicht auf jeden Cent angewiesen?

Bei der angespannten Haushaltslage könnten solche Gelder gut gebraucht werden. Ans Erschließen von neuem Bauland in Reifenberg denkt deshalb im Ratsgremium gegenwärtig niemand. Erst sollen alle Plätze im Neubaugebiet "In den Hanfstücken" bebaut sein. Zudem gibt es auch in der Ortslage noch einige Baulücken. Gehen die Überlegungen der Ortsbürgermeisterin in Erfüllung, dann werden sich verstärkt junge Familien für die ältere Bausubstanz, die ob lang oder kurz im alten Ortskern leer steht, interessieren. Dass einmal eine Wirtschaftskrise das Bauen dermaßen erschweren würde, habe vor zehn Jahren niemand erahnen können, blickt Michaela Hüther zu den Anfangsjahren der Gebietserschließung zurück. Neues Bauland zu schaffen sei damals der absolut richtige Weg gewesen. Das sei allein schon daran abzulesen, wie zügig die Grundstücke des Neubaugebiets verkauft und bebaut wurden.

Der Einbruch sei dann vor vier Jahren gekommen. "Da ging es mit der Nachfrage abrupt zurück", erzählt die Ortsbürgermeisterin rückblickend. In den beiden letzten Jahren konnten zwei Plätze verkauft werden. 45 Euro je Quadratmeter für ein voll erschlossenes Baugrundstück verlangt die Gemeinde Reifenberg. Ortsbürgermeisterin Michaela Hüther meint, dass man davon mancherorts nur träumen könne. "Wir haben zudem südliche Hanglage, herrlichen Ausblick und ruhige Gegend, was will man mehr. Für junge Familien ist das Gebiet geradezu ideal, der Kindergarten liegt direkt neben dem Baugebiet." 250 000 Euro musste einmal die Gemeinde für die Gesamterschließung des Baugebietes zahlen. Auch das sei nach heutigen Erfahrungen ein "Spottpreis" gewesen. "Derzeit läuft der Grundstücks-

verkauf zäh, aber wer konnte diese wirtschaftliche Entwicklung schon

voraussehen?"

Ortsbürgermeisterin Michaela Hüther