Ziel des Gemeinderates Großbundenbach will mit dem Forst mehr verdienen

Großbundenbach · Gedacht ist sowohl an den Verkauf von Holz auch an den von Brennholz.

 Etwas mehr als 100 Hektar hat Großbundenbach an Gemeindewald. Der soll künftig mehr Geld abwerfen.

Etwas mehr als 100 Hektar hat Großbundenbach an Gemeindewald. Der soll künftig mehr Geld abwerfen.

Foto: Norbert Schwarz

Nicht alltägliche Vorstellungsrunde am Dienstagabend bei der Sitzung des Großbundenbacher Gemeinderates. Ortsbürgermeister Dieter Glahn und den Ratsmitgliedern stellten sich an diesem Abend nämlich der neue Leiter des Forstamtes Westpfalz Florian Kemkes sowie der neue Revierförster Thomas Martinek vor. Kemkes tritt in die Fußstapfen des langjährigen Forstamtsleiters Theo Ringeisen. Thomas Martinek „beerbt“ den über Jahrzehnte mit der Großbundenbacher Waldbetreuung betrauten Revierförster Jürgen Leis. Die Ortsgemeinde Großbundenbach hat etwas mehr als 100 Hektar Gemeindewald, den es zu bewirtschaften gilt. 

Auf der gewachsenen Zusammenarbeit aufbauen, das versprachen beide Seiten. Der neue Forstamtsleiter Florian Kemkes sicherte den Großbundenbachern eine gedeihliche Zusammenarbeit zu, will helfen, wo immer das möglich ist. Der im Augenblick noch kommissarisch bestellte Revierförster Thomas Martinek ließ Ortsbsürgermeister Dieter Glahn und die Ratsmitglieder wissen, dass Trier und Saarburg seine vorherigen forstlichen Stationen waren und ihm die Mentalität der Menschen aus dieser Region wohl vertraut sind. Der „Liebe“ wegen, so Revierförster Martinek sei er wieder in seine Heimatregion zurückgekommen. Thomas Martinek stammt nämlich aus Zweibrücken.

Beim „menschlichen Beschnuppern“ beließen es Ortsbürgermeister Dieter Glahn und die Ratsmitglieder bei der Kennenlernrunde trotzdem nicht. Aus dem Forstbetrieb würden die Großbundenbacher nämlich gern mehr Einnahmen erzielen, machten sie klar. Dabei haben die Großbundenbacher nicht allein den Holzverkauf im Blick, sie möchten auch den Brennholzverkauf angekurbelt wissen. Zurückhaltend sei in der Vergangenheit die Nachfrage gewesen. Revierförster Thomas Martinek konnte in diesem Zusammenhang mitteilen, dass auch bisher nur vier Meldungen auf Brennholzbedarf vorlägen.

Hierbei ist nochmals angesprochen worden, welche Voraussetzungen für die Holzabgabe im Polder zu erfüllen sind. Nur, wer einen Holzsägeschein in der Tasche hat, also die Erlaubnis zum Holzschneiden besitzt, darf überhaupt Brennholz im Polder bestellen und aufarbeiten. Den Abtransport selbst kann jeder organisieren. Denkbar, dass diese Grundvoraussetzung in der Vergangenheit den einen oder anderen Kunden in Großbundenbach doch abgehalten hat, das Polderholz dort zu bestellen. Dabei ist auch darauf hingewiesen worden, dass nicht allein die Abgabe von Brennholz an Großbundenbacher Bürger möglich sei. Dem Holzverkauf aus dem Großbundenbacher Gemeindewald wollen jedenfalls Ortsbürgermeister Dieter Glahn und die Ratsmitglieder künftig verstärkt Bedeutung beimessen. 

Was steckt hinter dem Kürzel BAT? Das Konzept Biotopbäume, Altbäume und Totholz. Was es damit auf sich hat, erklärten Florian Kemkes und Thomas Martinek im Rat. Mit dem Konzept soll insbesondere ein Beitrag zum Artenschutz geleistet werden. Es gelte, die biologische Vielfalt auch im Wald zu stärken und zu erhalten. Das könnte einerseits im Ausweisen von Waldrefugien geschehen, aber auch mit Biotopbaumgruppen oder einzelnen Biotopbäumen. Auf deren unterschiedlichen Merkmal gingen die Forstleute näher ein und erklärten die Sachzusammenhänge. Welche Vorteile daraus die Ortsgemeinde erzielen kann, stand am Ende der umfangreichen Information. Hierzu bedarf es allerdings noch weiterer Beschlüsse im Rat.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort