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Großbundenbach für die Zukunft wappnen

Großbundenbach für die Zukunft wappnen

Großbundenbach. Der Großbundenbacher Dorfverschönerungsverein hat ein neues Domizil. Das berichtet Ortsbürgermeister Dieter Glahn in einem Gespräch mit dem Pfälzischen Merkur. Es handelt sich dabei um die ehemalige Umschaltstation der Telekom am Rande des Ortes Richtung Oberauerbach. Diese wurde in den vergangenen Monaten zu einem Vereinsheim und Kelterhaus umgebaut

Großbundenbach. Der Großbundenbacher Dorfverschönerungsverein hat ein neues Domizil. Das berichtet Ortsbürgermeister Dieter Glahn in einem Gespräch mit dem Pfälzischen Merkur. Es handelt sich dabei um die ehemalige Umschaltstation der Telekom am Rande des Ortes Richtung Oberauerbach. Diese wurde in den vergangenen Monaten zu einem Vereinsheim und Kelterhaus umgebaut. Seit den 60er Jahren übernimmt der Verein die Pflege der Streuobstwiesen. Die Obstverwertung begann erst vor wenigen Jahren mit einer Handpresse. Damit wird seitdem Saft hergestellt. Gepresst wurde in der Garage der Familie Schwarz. "Dieses Provisorium hat nun ein Ende", freut sich Glahn. Der Umbau erfolgte in mehreren hundert Stunden ehrenamtlicher Arbeit. 15 000 Euro hat die Gemeinde in diesem Jahr für die Sanierung der Ortsstraßen vorgesehen. Damit sollen die größten Schäden beseitigt werden. Geplant sind zudem noch einige Arbeitseinsätze, um das Dorfbild noch schöner zu gestalten. Vor allem auf dem Friedhof, der Burg und am Milchhaus gebe es einiges zu tun. Außerdem sollen in Großbundenbach künftig auch geführte Wanderungen angeboten werden. Der Ortsbürgermeister setzt auf den Tourismus. Schon heute kämen viele Gäste in den Ort, vor allem Wanderer oder Fahrradfahrer. Einige Übernachtungsmöglichkeiten sind allerdings auch bereits vorhanden.Mit Sorge blickt auch Glahn auf den zu erwartenden Bevölkerungsrückgang in der Südwestpfalz: "Das wird auch Auswirkungen für Großbundenbach haben." So will der Bürgermeister auch über die Einführung von wiederkehrenden Beiträgen für den Straßenausbau nachdenken. Das gebe der Gemeinde ein gewisses Maß an Planungssicherheit. Sparen will er im Bereich der Straßenbeleuchtung. Diese soll auf den neuesten Stand der Technik gebracht werden. Auch die Einführung von Bewegungsmeldern schließt Glahn nicht aus. So müssten manche Lampen nicht die ganze Nacht brennen.

Ein weiteres Thema in Großbundenbach sind erneuerbare Energien. Auch über Windkraftanlagen sollte diskutiert werden, sagt Glahn: "Wir wollen aber die Wertschöpfung in der Region behalten." So könnte der Landkreis hierfür eine Tochtergesellschaft gründen. Als weitere Energiegewinnung könnten Biogasanlagen oder die stärkere Nutzung von Solar- und Fotovoltaikanlagen dienen. Diese müssten aber mit der Windkraft in Einklang gebracht werden.

Schon jetzt verweist Glahn auf das Walnussfest, das in diesem Jahr am 11. September stattfindet. Von der Salami mit Walnüssen über gegrillten Käse mit Walnussbrot, Flammkuchen mit Walnüssen oder Walnusseis, Walnusswaffel oder eigens selbst hergestellten Walnusslikör - die Walnuss soll während der Veranstaltung immer im Mittelpunkt stehen. Das Fest finde zwar erst zum vierten Mal statt - sei aber bereits einer der Renner in der Region.

Zur Person

Dieter Glahn ist 50 Jahre alt. Geboren wurde er in Zweibrücken. Aufgewachsen ist er auf dem Heilbachhof bei Mörsbach. Der FDP-Politiker ist seit 2009 Ortsbürgermeister. Zuvor war er dort einige Jahre erster Beigeordneter. Glahn ist verheiratet und hat vier Kinder im Alter von acht bis 18 Jahren. Beruflich arbeitet er als Landwirt. In seiner Freizeit singt er im örtlichen Chor, dessen Geschicke er auch als Vorsitzender leitet. nob