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Größtmögliche Koalition in Hornbach

Größtmögliche Koalition in Hornbach

Aus dem alten Hornbacher Führungstrio bleibt nur Bürgermeister Reiner Hohn. Der FDP-Politiker wird an der Stadtspitze nun durch die Beigeordneten Helmut Weiske (CDU) und Heike Christ (SPD) ergänzt.

In Hornbach glühten in den letzten Tagen die Telefondrähte. Die Frage, wer die künftigen ehrenamtlichen Beigeordneten sein werden, bewegte die im Stadtrat vertretenen Parteien. "Am Dienstag habe ich noch nicht gedacht, dass die Sitzung so verläuft", gestand Stadtbürgermeister Reiner Hohn gestern Abend nach der Wahl der beiden Beigeordneten im Stadtrat. Die gefundene Lösung habe sich erst im Laufe des Tages ergeben. FDP-Fraktionschef Gerd Conrad schlug Helmut Weiske (CDU ) als 1. Beigeordneten vor. SPD-Fraktionschef Jürgen Sauter kündigte an, dass die Sozialdemokraten "nach eingehender Diskussion im Sinne des Miteinanders zum Wohle der Stadt" dies mittragen. Auch wenn andere Möglichkeiten diskutiert worden seien. Zwölf Räte wählten Weiske, zwei enthielten sich, einer stimmte gegen ihn. Dem SPD-Vorschlag, Heike Christ zur 2. Beigeordneten zu wählen, trugen die beiden anderen Fraktionen mit. Christ (SPD ) wurde einstimmig gewählt. Amtsinhaber Klaus Schwarz (SPD ) hatte nicht mehr kandidiert. Mit Bürgermeister Hohn (FDP ) sind alle Fraktionen in der neuen Stadtspitze vertreten. Die SPD hatte bei der Kommunalwahl die meisten Stimmen (44,3 Prozent, sieben Sitze) erhalten, die FDP 40,5 Prozent (sieben Sitze) die CDU 15,2 Prozent (zwei Sitze). Bei der Beigeordnetenwahl sollte nicht nur auf die Fraktionsgröße geachtet werden, sondern auf die Erfahrung, so Hohn. Weiske ist seit 30 Jahren im Rat. Ermöglicht worden sei die Lösung durch den Verzicht des bisherigen 1. Beigeordneten Heinz-Walter Roth (FDP ), wie Weiske und dann Hohn mit belegter Stimme sagten. "Und Heike Christ", indem sie nur als 2. Beigeordnete kandidierte, fügte Sauter hinzu.

Das in den letzten zwei Jahrzehnten Erreichte - Klosterhotel, L 700, Bürgerhaus, sei nur wegen des Zusammenhalts im Stadtrat möglich gewesen, betonte Hohn. "Das soll so bleiben. Denn in den nächsten Jahren kommt viel auf uns zu." So schreibe die Kommunalaufsicht in der Haushaltsgenehmigung Hornbach Beitragserhöhungen und Kürzungen bei freiwilligen Leistungen vor. "Das begrenzt unseren Handlungsspielraum. Dagegen müssen wir uns wehren!"