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Grillwürstchen als heißes Dankeschön

Grillwürstchen als heißes Dankeschön

Zweibrücken. Zum ersten Mal seit anderthalb Jahrzehnten gab es gestern mal wieder für Zweibrücker Pflegefamilien und Pflegekinder ein Sommerfest, inklusive Gegrilltem, vom Pflegekinderdienst des Stadtjugendamtes im Rosengarten spendiert. Picknick mit Grillwürstchen also für 45 Personen

Zweibrücken. Zum ersten Mal seit anderthalb Jahrzehnten gab es gestern mal wieder für Zweibrücker Pflegefamilien und Pflegekinder ein Sommerfest, inklusive Gegrilltem, vom Pflegekinderdienst des Stadtjugendamtes im Rosengarten spendiert. Picknick mit Grillwürstchen also für 45 Personen. "Wir haben in Zweibrücken 35 Pflegefamilien, die ein Kind betreuen oder auch mehrere bis hin zu vier", berichtet Diplompädagogin Christina Schulz. "Und wir könnten noch mehr Pflegeeltern brauchen", fügt Kollegin Sabine Haupenthal hinzu. Beider Aufgabengebiet ist der Pflegekinderdienst. Hildegard Roesken zieht schon seit 32 Jahren Pflegekinder groß. Zur Zeit hat sie wieder drei in ihrer Obhut, die Geschwister Yasmin (12), Christoph (13) und Jasmin (16). "Wir fühlen uns prima", sagen sie spontan; es sind fröhliche, aufgeschlossene Jugendliche. Und wie viele Kinder waren es durch all die Jahre? "43", verrät Hildegard Roesken lachend, "zu meinen eigenen drei". Viele halten noch Kontakt zu ihr. "Das ist natürlich besonders schön", betont sie. Nicole Lauer war Pflegekind und lernte im Karnevalverein ihren Mann kennen, der mit Pflegekindern zusammen groß wurde. "Und jetzt haben wir zwei eigene Kinder, ein drittes ist unterwegs, und zwei Pflegekinder." Seine Mutter Hildegard Kuby ist auch beim Sommerfest. Sie hatte früher Pflegekinder, hat jetzt noch eins. "Wir machen das aus sozialem Engagement", sind sich Pflegeeltern im Gespräch mit dem Merkur einig, "denn wir wissen, was manche Kinder durchmachen müssen". Vom Jugendamt bekommen sie einen Zuschuss für ihre Aufwendungen. Alle Kinder leben jetzt in geordneten Verhältnissen, wirken unbeschwert und ausgelassen. Die beiden Pädagoginnen Christina Schulz und Sabine Haupenthal sind sehr zufrieden mit ihren Aufgaben. Haupenthal: "Wir bekommen in kleinen Schritten viel zurück von den Kindern, allein schon, wenn wir sehen, dass es ihnen gut geht." fro