1. Pfälzischer Merkur
  2. Zweibrücken-Land

Kommunalwahl: Gleich zehn Amtsträger hören im Sommer auf

Kommunalwahl : Gleich zehn Amtsträger hören im Sommer auf

Manch Altgedienter Ortsbürgermeister nutzt die Kommunalwahl im Mai für einen Schlussstrich.

Am 26. Mai werden in den rheinland-pfälzischen Kommunen die Weichen für die kommenden fünf Jahre gestellt. Mit Ute Klein, Jürgen Plagemann, Karl Bißbort, Heino Schuck, Thomas Büffel, Emil Mayer, Michaela Hüther und Will Schwarz werden gleich mehrere Urgesteine nicht mehr für das Amt des Ortsbürgermeisters zur Verfügung stehen. Ob Berthold Martin noch mal antritt, steht in den Sternen. Aber auch einige mit nur einer Amtsperiode, wie Andrea Henner und Klaus Martin Weber stellen ihr Amt zur Verfügung. Andere wie Ralf Schneider, Bernhard Krippleben oder Ralf Schneider haben ihre Entscheidung noch nicht getroffen.

Althornbach

Für Ute Klein ist nach 20 Jahren im Juni Schluss. Das hatte die 62-Jährige bereits vor einigen Tagen während des Neujahrsempfangs der Ortsgemeinde verkündet. Sie wolle künftig mehr Zeit für die Familie haben. Das Amt habe Ihr Freude bereitet. Es sei auch viel auf den Weg gebracht worden. Hier nennt sie unter anderem das Bürgerzentrum.

Battweiler

Werner Veith will es noch mal wissen. Der Sozialdemokrat geht bei einer Wiederwahl in eine vierte Amtszeit. Der 63-Jährige nennt als Beweggründe die gute Gemeinschaft in Battweiler und Möglichkeiten, in den nächsten Jahren einiges auf den Weg zu bringen. Die SPD habe ihn bereits nominiert.

Bechhofen

Nominiert ist auch der Bechhofer Ortsbürgermeister Paul Sefrin. Der Christdemokrat leitet seit 2009 die Geschicke der Gemeinde. Auch er sieht Potenzial, mit der in den letzten Jahren gewachsenen parteiübergreifenden Gemeinschaft noch einiges zu erreichen. Als Beispiel nennt er das Baugebiet, den Kindergarten und das Dorfgemeinschaftshaus. Aber auch den Straßenausbau hat der 58-Jähre nach der Einführung der wiederkehrenden Beiträge fest im Visier.

Biedershausen

Thomas Büffel bleibt dabei: Für ihn ist nach zehn Jahren im Sommer Schluss. Der 61-Jährige will nun anderen im Ort die Möglichkeit geben, etwas für die Gemeinde zu bewegen. Er selbst werde nicht jünger und müsse sich noch intensiv um seine Elektrofirma kümmern.

Contwig

Karlheinz Bärmann (CDU) will es noch einmal wissen. Seit 2009 ist der 65-Jährige nun schon Ortsbürgermeister in Contwig. Er trat damals als Nachfolger seines langjährigen Vorgängers Wilhelm Sefrin an. Der frühere Bauleiter der Zweibrücker Firma Wolf & Sofsky und heutige Rentner engagierte sich bereits seit 46 Jahren in der Kommunalpolitik. Bärmann will im Falle seiner Wiederwahl noch einige Projekte im Dorf zu Ende führen. Als Beispiel nennt er den Kindergarten und die Ortskernsanierung. Er unterstreicht, dass er für die ganze Wahlperiode als Ortsbürgermeister zur Verfügung stehe.

Dellfeld

Auch Doris Schindler steht für eine weitere Wahlperiode als Ortsbürgermeisterin zur Verfügung. Nach längerem Überlegen hat sie nun ihre Bereitschaft gegenüber dem Merkur erklärt. Voraussetzung sei, dass sie von der örtlichen SPD nominiert werde. Die 62-Jährige betont, dass sie ihr Amt gerne ausübe, das sie seit 2004 bekleidet.

Dietrichingen

Andrea Henner hört nach nur einer Amtszeit aus privaten Gründen auf. Die 54-Jährige sieht die Ortsgemeinde vor allem durch die gute Dorfgemeinschaft gut aufgestellt und hofft, dass diese auch in den kommenden Jahren so erhalten bleibt.

Großbundenbach

Dieter Glahn will weitermachen. Er strebt eine dritte Amtszeit an. Der 58-Jährige will vor allem noch den Umbau des Kindergartens beenden.

Großsteinhausen

Auch Volker Schmitt wird bei den Wahlen noch einmal antreten – dann ginge er in eine dritte Amtszeit. Ausschlaggebend für seine erneute Kandidatur war unter anderem, dass auch der Ortsbeigeordnete weitermachen will und der 54-Jährige sich weiter auf ein gutes Team, mit dem bereits viel erreicht worden sei, verlassen könne.

Hornbach

Mit 70 ist für Reiner Höhn noch nicht Schluss. Er fühlt sich fit und möchte auch in den nächsten fünf Jahren viel für Hornbach erreichen. Seit einem Vierteljahrhundert ist er nun schon Stadtbürgermeister, sprüht aber immer noch mit dem gleichen Elan und vielen Ideen. Vor allem hat er künftig den Ausbau der Straßen und das Thema „Wohnen im Alter“ im Blick.

Käshofen

Dass Klaus Martin Weber im Juni aufhört, stand im Grunde schon bei seinem Amtsantritt vor vier Jahren fest, als er die Nachfolge für den damals wegen der Diskussion um die Windkraftanlagen zurückgetretenen Karl Hofmann übernahm. Er habe nie Ortsbürgermeister werden wollen, betont der 59-Jährige, der das auch immer wieder kommuniziert hatte.

Kleinbundenbach

Auch Karl Bißbort will am 26. Mai nicht wieder antreten. 15 Jahre seien genug. Gemeinsam habe man in Kleinbundenbach einiges erreicht. Für den 59-Jährigen steht künftig die Familie noch stärker im Vordergrund. Politisch wolle er sich im Verbandsgemeinderat einbringen, wo er für das Dorf auch viel tun könne.

Knopp-Labach

Ralf Schneider ist noch am Überlegen. Der Mai sei noch weit. Man dürfe nicht außer Acht lassen, dass er sich in erster Linie um seine Familie und den landwirtschaftlichen Betrieb kümmern müsse. Dem 46-Jährigem mache das Amt, das bis 2014 sein Onkel Emil bekleidete, schon Spaß. Auf der anderen Seite stünden allerdings die privaten Aspekte.

Krähenberg

Für Thomas Martin ist klar, dass er seinen Hut noch mal in den Ring wirft. Seit 20 Jahren ist der 63-Jähre Ortsbürgermeister in Krähenberg. Als Schwerpunkt sieht er künftig die Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses.

Lambsborn

Der 63-Jährige Rudi Molter macht weiter. Der Sozialdemokrat kann sich künftig als Ruheständler noch intensiver um die Geschicke der Gemeinde kümmern. Auch nach zehn Jahren zeigt er sich keinesfalls amtsmüde und betont, dass in Lambsborn vor allem der Gemeinschaftsinn gestärkt worden sei.

Martinshöhe

Auch Hartwig Schneider will weitermachen. Der 65-Jährige hat erst im vergangenen August das Amt von Barbara Schommer übernommen, die aus privaten Gründen zurückgetreten war.

Maßweiler

Herbert Semmet (CDU) will mit seinem Team noch mal antreten. Eine endgültige Entscheidung müsse darüber aber die Partei treffen. Semmet bekleidet das Amt des Ortsbürgermeisters seit 2014.

Mauschbach

Ob Bernhard Krippleben noch einmal kandidiert, steht nicht fest. Eine Entscheidung fälle er in den nächsten Tagen.

Reifenberg

Nach 20 Jahren als Ortsbürgermeisterin wird Michaela Hüther 2019 nicht mehr für eine Wiederwahl kandidieren. Die Hauptgründe dafür liegen im privaten Bereich. Zum einen bedürften ihre Eltern mehr Aufmerksamkeit: „Beide haben mich in den ganzen Jahren tatkräftig unterstützt. Dafür möchte ich ihnen durch meine Hilfe einiges zurückgeben.“ Außerdem wünsche sie sich etwas mehr freie Zeit für sich selbst aber auch für ihren Ehemann und die Familie. Die Arbeit als Ortsbürgermeisterin sei immer noch sehr spannend. Viele Aufgaben hätten gemeinsam bewältigt oder auf den Weg gebracht können. Demokratie lebe aber vom Wandel. Sie möchte der Gemeinde die Möglichkeit geben sich neu zu orientieren und weiter zu entwickeln. Wegen dieser Gründe werde sie nach 20 Jahren auch nicht mehr für den Verbandsgemeinderat kandidieren. Entschlossen hat sich die 55-Jährige, nochmals für den Kreistag zu anzutreten. Sie werde sich nicht vollständig aus der ehrenamtlichen Arbeit zurückziehen. Die Seniorenarbeit bereite ihr sehr viel Freude. Auch beim Kirchenchor und bei Cantate möchte sie weiterhin aktiv sein.

Riedelberg

Ob Peter Lethen noch weitere fünf Jahre für eine zweite Amtszeit zur Verfügung steht, will er sich noch überlegen. Der 73-Jährige ist der älteste Ortsbürgermeister in der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land.

Rieschweiler-Mühlbach

Nach 15 Jahren tritt Heino Schuck im Frühling nicht mehr zur Wahl des Ortsbürgermeisters an. Die SPD schickt als Nachfolger des 62-Jährigen den 51-jährige Peter Roschy ins Rennen. Ob Schuck auch im Verbandsgemeinderat und Kreistag aufhört, steht noch nicht fest.

Rosenkopf

Auch Jürgen Plagemann will den Weg für Jüngere frei machen. Der 65-Jährige ist seit 20 Jahren Ortsbürgermeister in Rosenkopf.

Schmitshausen

Einer Direktwahl will sich Markus Schieler nicht stellen. Wenn der Ortsgemeinderat ihn aber wählen würde, sage er nicht Nein. Der 52-Jährige möchte sich gerne weiter für das Dorf einbringen.

Wallhalben

Er tritt an – oder eher nicht. Die Frage, ob Berthold Martin (FWG) erneut in den Ring steigt, ist noch offen. Auch wenn er eine Kandidatur vor einem Jahr noch kategorisch ausgeschlossen hatte, will der 63-Jährige sich jetzt erst in den nächsten Tagen entscheiden, ob er nach 20 Jahren fünf weitere dranhängen will.

Walshausen

Gunther Veith will nach einem Jahrzehnt noch fünf weitere Jahre sich als Ortsbürgermeister einbringen. Die Zusammenarbeit in Walshausen bezeichnet der 56-Jährige als sehr gut. Ein Grund für seine erneute Kandidatur sei, dass auch die meisten im Rat weitermachen wollten.

Wiesbach

Emil Mayer hört aus gesundheitlichen Gründen auf. Nach 15 Jahren fällt der Abschied dem 62-jährigem schwer.

Winterbach

In Winterbach geht eine Ära zu Ende. Ganz aufhören will Willi Schwarz nicht. Doch nach 27 Jahren kandidiert er im Mai nicht noch einmal für das Amt des Ortsbürgermeisters. Im Rat will der 67-Jährige sich aber weiter engagieren.