Etappenziel erreicht Glasfaser hat Contwig erreicht

Contwig · Bis alle Bürger tatsächlich das schnelle Netz nutzen können, werden allerdings noch Wochen vergehen.

Im Herzen des Contwiger Glasfasernetzes: Ortsbügermeisferin Nadine Brinette lässt sich technische Details erklären. Jetzt sind die ersten Nutzer auf der schellen Datenautobahn.

Im Herzen des Contwiger Glasfasernetzes: Ortsbügermeisferin Nadine Brinette lässt sich technische Details erklären. Jetzt sind die ersten Nutzer auf der schellen Datenautobahn.

Foto: Norbert Schwarz

Das Lichtsignal ist angekommen. Für mehr als 2500 Contwiger Haushalte ist der Anschluss an das ultraschnelle Datennetz, das FTTH-Netz, hinter dem sich der Begriff „Fiber To The Home“, also Faser bis ins Haus verbirgt, jetzt technisch möglich. Bei den ersten Kunden kann jetzt die UGG (Unsere Grüne Glasfaser) im übertriebenen Sinn das Buch zuklappen. Bis zum ersten Quartal des kommenden Jahres wird der Projektabschluss wohl insgesamt geschafft sein. Für Ortsbürgermeisterin Nadine Brinette mehr als ein Pilotprojekt. Für sie ist zur Wochenmitte im übertragenen Sinn schon Weihnachten gewesen, als sie von der erfolgreichen Anschlussfreigabe erfuhr.

Für die Ortsbürgermeisterin gab es übrigens keine Sonderstellung, obwohl das Projekt „Glasfaserversorgung Contwig“ und die Zusammenarbeit mit der UGG überhaupt „ihr Kind“ gewesen ist. „Für das Rathaus wie mit meinem Privatanschluss stehe ich auch weiter auf der Liste und muss warten, bis wir an die Reihe kommen. Den Schalter einfach umlegen und sagen, jetzt muss die schnelle Datenautobahn zur Verfügung stehen, geht einfach nicht. Es entschließen sich auch jetzt noch Bürger doch noch auf den Zug zu springen und sich die kostenlose Anschlussmöglichkeit zu sichern.“

Manche Hausanschlüsse sind auch noch nicht hergestellt, die Bautrupps sind im Ort noch immer unterwegs, aber die ersten Nutzer des Contwiger Glasfasernetzes können in einer bisher nicht bekannten Schnelligkeit Daten verschicken oder empfangen. Brinette: „Wichtig ist für mich als Ortsbürgermeisterin insbesondere gewesen, dass es keinerlei Probleme mit der Technik gegeben hat, die Auf- und Abfahrt zur ultraschnellen Glasfaserdatenautobahn mit dem Punkt Contwig-Stambach steht. Sie kann genutzt werden!“ Ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk für nicht wenige Bürger. Als die Kunde vom ersten erfolgreichen Anschluss zu ihr gekommen sei, seien ihr doch ein paar Steine vom Herzen gefallen, räumt die Ortsbürgermeisterin ein, denn Kraft habe das Projekt allemal gekostet. Bereits zur Jahresmitte war in den sozialen Medien über UGG und die Ortsgemeinde regelrecht hergezogen, Kritik an unseriösen Werbern gab es oder an der Arbeitsweise der ausländischen Bautrupps.

Dass der für die Ortsgemeinde Contwig gänzliche kostenfreie Aufbau des Glasfasernetzes nicht allein für die Ortsbürgermeisterin und ihr Gemeindeteam, sondern ebenso für die Verantwortlichen der UGG bis zur höchsten Konzernspitze ein Lernprozess gewesen sei, wurde bei einer letzten Infoveranstaltung erst im Herbst eingeräumt (wir berichteten). Unterquerungen von Gewässern, Brücken, Eisenbahngleisen und sogar Schutzgebieten sind dabei Hemmschwellen der besonderen Art gewesen. die insgesamt auch zur Bauverzögerung beigetragen haben

Derzeit würden die Spuren beseitigt, die beim Verlegen der Erdkabel in allen Ortsstraßen von Contwig entstanden waren. Jetzt komme wieder die kalte Jahreszeit hinzu, gebe es mit dem Asphaltieren Probleme, müsse abgewogen werden welcher Weg der richtige sei, so die Ortsbürgermeisterin. Im kommenden Frühjahr allerdings würde dann endgültig ein Schlussstrich gezogen. Derzeit würden sich die verschiedenen „Anbieter“ abstimmen, wenn die bisherige „Notversorgung“ für den jeweiligen Anschlussnehmer ablaufe. Das klappe in der Regel, bei überbordenden Problemen will Ortsbürgermeisterin Brinette aber auch in solchen Einzelfällen den Bürgern behilflich sein.

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