Gerüstet für den Ernstfall

70 Feuerwehrleute aus neun Löscheinheiten der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land haben im Bereich des Tanklagers Walshausen den Ernstfall geübt. Trotz Hitze waren alle mit Rieseneifer bei der Sache.

Feuerwehrleute aus den Löscheinheiten Althornbach, Battweiler, Contwig, Dellfeld, Groß- und Kleinsteinhausen, Kleinbundenbach und Mauschbach haben an drei verschiedenen Schauplätzen im weitläufigen Terrain des Tanklagers der Fernleitungsbetriebsgesellschaft Walshausen den Ernstfall geübt. Trotz hochsommerlicher Temperaturen lassen es die Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner an Übungseifer nicht mangeln. Hoch motiviert sind alle bei der Sache. Schon allein dafür gibt es von Verbandsgemeindewehrleiter Markus Schmidt Lob.

Während sich viele Mitbürger aus den genannten Ortschaften am frühen Samstagnachmittag schon auf die Dorffeste und Grillabenden einstimmen, üben die 70 Feuerwehrleute den Ernstfall. Peter Zimmer, vor noch nicht allzu langer Zeit bei der Löscheinheit Walshausen Wehrführer gewählt, hat zusammen mit seinem Helferteam akribisch die Übung vorbereitet und sich gleich drei unterschiedliche Szenarien ausgedacht. Blau lackierte Blechfässer, die ein großes, gelbes Gefahrstoffzeichen tragen, liegen auf dem Dach eines verbeulten Personenkraftwagens in dem sich noch eingeschlossene Mitfahrer befinden. Beim zweiten Schauplatz krachte ein riesiger Buchenbaum auf ein Auto. Die Eingeschlossenen schreien nach Hilfe. Schließlich gilt es, einem Brand in einem Maschinenraum im Tanklager Herr zu werden. Vor der Tanklagerzufahrt haben die Übenden in den zwölf Einsatzfahrzeugen ihren Bereitstellungsraum. Schrilles Sirenengeheul aus der Tanklagerzentrale signalisiert für alle den Übungsbeginn. Um Erkenntnisse für den Ernstfall zu gewinnen, sind die Einsatzgruppen an den drei Schauplätzen gemischt, üben Feuerwehrleute aus Kleinsteinhausen mit solchen aus Dellfeld und anderen Löscheinheiten. Das sei schon wichtig, sagt Markus Schmidt und verweist auf Großeinsätze aus der jüngsten Vergangenheit. Beim Retten von Eingeschlossenen in einem Auto erkennt Schmidt Nachholbedarf, wenngleich der Umgang mit Spreizer und Schere ausgezeichnet klappt. Der Verbandsgemeindewehrleiter: "Gerade bei der Personenrettung muss jeder Handgriff sitzen, da kommt es im Ernstfall auf jede gewonnene Minute an."

Insgesamt war der Verbandsgemeindewehrleiter mit dem Übungsverlauf sehr zufrieden. Besonders wichtig war Erkenntnis, dass mitunter schon während der Übung die Einsatzleiter erkannten, wo es noch hapert. Deshalb ist es nach solchen Großübungen in der Verbandsgemeinde Usus, dass erst nach 14 Tagen auf der Führungsebene der Gesamtverlauf nochmals diskutiert und besprochen wird.