Gemütlichkeit und Porsche-Traktor

Käshofen. Ob am Samstag oder Sonntag, pulsierendes Leben herrschte an beiden Dorffest-Tagen rund ums Dorfgemeinschaftshaus Käshofen. Der Platz unterm Riesenfallschirm war auch dieses Jahr wegen des Schattens ein heiß begehrter Mittelpunkt des Dorffest-Geschehens

Käshofen. Ob am Samstag oder Sonntag, pulsierendes Leben herrschte an beiden Dorffest-Tagen rund ums Dorfgemeinschaftshaus Käshofen. Der Platz unterm Riesenfallschirm war auch dieses Jahr wegen des Schattens ein heiß begehrter Mittelpunkt des Dorffest-Geschehens. Dass der Hauptplatz selbst am Sonntag in den Nachmittagsstunden voll besetzt war, erlebten die Verantwortlichen nicht bei jedem Dorffest. "Ein voller Platz unterm Fallschirm am Sonntag in den frühen Nachmittagsstunden, das zeugt von einem großartigen Besuch, und dieses Jahr war das wieder einmal der Fall", freute sich Ortsbürgermeister Karl Hoffmann und meint mit seiner sprichwörtlichen Eigenart: "Meer Käshofer hann awwer a e guuder Droot do owwe zum Petrus." Als es Samstagfrüh um fünf Uhr geradezu bindfädenartig vom Himmel regnete, habe er, so Hoffmann, zu Petrus ein Gebet hochgeschickt und den Himmelswächter daran erinnert, dass am späten Nachmittag das Dorffest beginne. "Ab Mittag stellte sich Sonnenschein ein und unser 30. Dorffest war gerettet!" In Käshofen sei einfach eine besondere Dorffestatmosphäre, von der sich jeder anstecken lasse, erzählte gestern Nachmittag der Wiesbacher Erich Wagner, der sich mit Ehefrau Liesel den nach echter Hausfrauenart gebackenen Kuchen schmecken ließ. An Kuchenspenden habe es erneut nicht gemangelt, bemerkte Bürgermeister Hoffmann. Er sieht darin einen weiteren Indikator für die Verbundenheit der Bürger zu diesem Fest, das einheimische Bevölkerung und Gäste zusammenbringe. Das gilt auch für Armin Weber, der inzwischen zwar ins Saarland "ausgewandert" ist, zum Dorffest aber jedes Jahr wieder in seinen Heimatort zurückkehrt, um sich dort mit Freunden und Bekannten zu treffen. Auch solchen, die wie Armin Weber berufsbedingt dem Ort den Rücken kehrten. Das Dorffest jedoch bringt sie alle wieder zusammen, und viele alte Erinnerungen werden dabei aufgefrischt. Das Kulinarische stimmte wie immer, die Kleinen konnten sich auf der Hüpfburg austoben sowie beim Spielen vergnügen und Thomas K. Hoffmann begeisterte nicht nur die Technikfans, als er mit einem liebevoll restaurierten Porsche-Bulldog - dem größten, den Porsche damals überhaupt produzierte - durch die Dorfstraßen tuckerte.