Gemischte Gefühle in Sky-Bars

Zweibrücken. Seit 2009 ist die Premiere AG in Sky Deutschland AG umbenannt. Vor allem der Sportsender des Fernsehprogrammes, welches den Wirt 2 000 Euro im Jahr kostet, wird in Gaststätten, Kneipen und Bars ausgestrahlt. Insgesamt zehn Gaststätten dürfen sich in Zweibrücken mit dem Sky-Schild schmücken. Dort sind die Erfahrungen mit dem Pay-TV, das heute zehn Jahre alt wird, gemischt

Zweibrücken. Seit 2009 ist die Premiere AG in Sky Deutschland AG umbenannt. Vor allem der Sportsender des Fernsehprogrammes, welches den Wirt 2 000 Euro im Jahr kostet, wird in Gaststätten, Kneipen und Bars ausgestrahlt. Insgesamt zehn Gaststätten dürfen sich in Zweibrücken mit dem Sky-Schild schmücken. Dort sind die Erfahrungen mit dem Pay-TV, das heute zehn Jahre alt wird, gemischt. Beim "Paragraph" in der Gutenbergstraße ist das Interesse an Sky eher "mäßig", meint Besitzer Andreas Klein. Seit zwei Jahren wird der Sender dort ausgestrahlt. "Wir wissen es noch nicht genau, aber vielleicht werden wir Sky zum Sommer abbestellen", sagt Klein. Die Spiele der Championsleague und die der Bundesliga laufen dort regelmäßig.In der Gaststätte "Hasenheim" an der Rimschweiler Bahnhofstraße sieht es schon rosiger aus. Jörg Dietz, der Sohn des Pächters, berichtet, dass der Pay-TV-Sender dort schon seit der Eröffnung laufe. "Wir haben die Gaststätte schon zehn Jahre", meint er stolz. Vor allem wenn die "Lautrer" spielen, zahle sich der Sender aus. "Wir schalten aber immer an, wenn danach gefragt wird", erläutert Dietz. In Rimschweiler gebe es allerdings auch keine Sky-Konkurrenz. Problematisch sei aber, dass es seit der Umbenennung keine Werbeartikel mehr gebe. Als Grund vermutet er ein massives Herunterfahren des Außendienstes.

"Für 2000 Euro muss erst mal viel Bier über den Tisch gehen", meint dagegen Peter Rohr, Besitzer des Gasthauses "Sutter" an der Pirmasenser Straße. Dort laufen vor allem die Championsleague und die Spiele des 1. FCK. "Natürlich lief der Fernseher auch während der EM und WM, doch wir haben auch einmal Football angeschaltet", erinnert sich Rohr. Die Zeit vor Sky sei ihm in besserer Erinnerung. "Damals war Pay-TV auf jeden Fall günstiger." Auch technische Probleme habe er zu beklagen: Der Receiver sei schon mehrfach abgestürzt, dann musste ihm die Sky Deutschland AG oder die Premiere AG zuvor jedes Mal einen neuen schicken.

Gut läuft das Geschäft dagegen im VB-Sportheim an der Schlachthofstraße. Winfried Stark schwärmt von der großen Leinwand (zirca 2 mal 1,50 Meter), auf welcher Bundesligaspiele und auf Nachfrage alles, was das Programm zu bieten hat, läuft. Das Sportheim bezieht erst seit einem Jahr Sky. "Von zehn Besuchern können wir uns bei Fußballspielen auf vielleicht 50 steigern." Für 2 000 Euro im Jahr rentiere sich das auf jeden Fall, so Stark. red