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Gemeinsamer Frühjahrsputz in Großsteinhausen

Gemeinsamer Frühjahrsputz in Großsteinhausen

Helft mit eurer Arbeitskraft der Gemeinde. Wir wollen unser Dorf wieder auf Vordermann bringen: Mit dieser Bitte trat Ortsbürgermeister Volker Schmitt an die Bürger heran – und viele kamen zum Frühjahrsputz.

Was mit eigener Arbeit und durch eigene Muskelkraft erstellt wird, findet in der Regel weitaus mehr Beachtung als das, was durch Fremdfirmen verrichtet wird. Eine Erfahrung, die nicht nur die Großsteinhauser Gemeindeverantwortlichen bereits bei vielen Projekten gemacht haben.

Deshalb war es nicht weiter verwunderlich, dass zu den Arbeitseinsätzen an den beiden zurückliegenden Wochenenden jede Menge Helfer kamen, die Ratsmitglieder dabei wie immer vornweg.

Die Gemeinde sei auf ehrenamtliche Helfer angewiesen, es ließe sich sonst nur noch ganz wenig für die Allgemeinheit bewegen, stellt Ortsbürgermeister Volker Schmitt fest, der trotz der finanziellen Lasten, welche die Ortsgemeinde schultern muss, nicht ins Jammern verfallen will: "Wir hörend das gleiche Lied fast überall. Ohne das bürgerliche Engagement geht nichts mehr, und trotz der Hilfe der Dorfbewohner kommen wir nicht umhin, ihnen dann noch zusätzlich höhere Gemeindesteuern aufzubürden oder die Friedhofsgebühren anzuheben. Das ist schon ein Teufelskreis, in welchem sich die Ratsmitglieder bewegen - nur wir in den Gemeinden können das nicht ändern. Deshalb ist es schon angebracht, immer wieder den Finger in die Wunde zu legen. Und wäre nicht zumindest durch unsere Klagedrohung die Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land mit der Verbandsgemeindeumlage heruntergegangen - ich weiß nicht, wo wir heute stünden".

Für die Dorfpolitik war an den beiden Wochenenden jedoch allenfalls bei der Frühstücksvesper etwas Zeit, denn Arbeit war beim diesjährigen Frühjahrsputz wahrlich keine Mangelware: Hundetoiletten wurden installiert, um die Dorfumgebung sauberer zu halten. Der Friedhof war eine Haupteinsatzstelle, hinter dem seit Jahren rankenden Efeu verbargen sich einige Überraschungen. "Wir wussten überhaupt nicht, dass es hier noch eine historische Friedhofsmauer gibt. Die kam jetzt beim Entfernen der Efeu-Verwucherungen zum Vorschein. Schade, dass die Mauer teilweise eingestürzt ist und wir damit vor einem erneuten Problem stehen", so Ratsmitglied Peter Klein. Doch für Ortsbürgermeister Volker Schmitt ist der Mauererhalt klare Sache. Ob es zum Wiederaufbau finanzielle Hilfen gibt, soll in naher Zukunft ausgelotet werden.