Fußweg wird extra abgerechnet

Mittelbach. Der Fußweg zwischen der Hengstbacher- und Breitensteinstraße ist keine Erschließungsanlage für das Baugebiet "Auf Äckerchen". Das stellt der Zweibrücker Bauamtsleiter Gebhard Morscher klar. Zwischen den beiden Straßenzügen im Ortsteil Hengstbach des Zweibrücker Stadtteils Mittelbach-Hengstbach verläuft ein derzeit noch unbefestigter Fußweg

Mittelbach. Der Fußweg zwischen der Hengstbacher- und Breitensteinstraße ist keine Erschließungsanlage für das Baugebiet "Auf Äckerchen". Das stellt der Zweibrücker Bauamtsleiter Gebhard Morscher klar. Zwischen den beiden Straßenzügen im Ortsteil Hengstbach des Zweibrücker Stadtteils Mittelbach-Hengstbach verläuft ein derzeit noch unbefestigter Fußweg. Den nutzen Bürger, vor allem aber Kinder, die in der Hengstbacher Straße wohnen und zu Fuß in die Grundschule oberhalb der Breitensteinstraße laufen. Bei der kommenden Erschließung des Baugebietes "Auf Äckerchen" wird dieser Fußweg wohl ausgebaut und sollte, so die Vorstellungen der Ortsbeiratsmitglieder, mit dem gesamten Erschließungsaufwand abgerechnet werden. Denn der Weg bringt für die künftigen Bewohner viele Vorteile. Geht nicht, stellte der Bauamtsleiter bei der Ortsbeiratssitzung unmissverständlich fest. Der Grund: Der Fußweg sei nicht ausschließlich für die Erschließung des Baugebietes notwendig. "Jetzt haben wir Rechtsklarheit, selbst wenn viele aus diesem Gremium diese Rechtsmeinung nicht teilen können", meinte Ortsvorsteher Kurt Dettweiler (Foto: pma). "Die Kinder werden über diesen Fußweg zur Grundschule nach Mittelbach gehen und gleichzeitig werden die Benutzer öffentlicher Verkehrsmittel über diesen Verbindungsweg direkt zur Haltestelle in der Hengstbacher Straße kommen. Ganz abgesehen davon, dass dieser Weg als Fußweg Bestandteil des Bebauungsplanes ist", legte Dettweiler dar. Bauamtsleiter Morscher rückte jedoch von seinem Rechtsstandpunkt nicht ab. Alle Fragen seien auch mit der Beitragsabteilung abgeklärt worden und die sei zu dem Rechtsergebnis gekommen. Kurt Dettweiler: "Der Ortsbeirat wollte deshalb auch einen Hauptverantwortlichen in der Sitzung haben, jetzt haben wir zumindest eine verbindliche Auskunft." Die Ortsbeiratsmitglieder forderten deshalb, dass im kommenden Haushalt der Stadt Planungskosten für den Bau dieses Fußweges eingestellt werden. Für den schätzungsweise 100 Meter langen Weg mit gut 50 Treppenstufen werden Kosten in fünfstelliger Höhe erwartet. Die Fortführung der Sanierungsarbeiten am Gemeinschaftshaus in Hengstbach ist ein weiterer Wunsch des Ortsbeirates. "Mit 50 000 Euro können die Toilette saniert, der Außenanstrich aufgetragen und weitere Kleinigkeiten erledigt werden, dann wären wir mit dem Projekt fertig", berichtete Dettweiler. Mittel für die Sanierung des Dorfbrunnens und seiner Umgebung werden gleichfalls gewünscht.