Fußball – und noch viel mehr

Martin Seul kann es einfach nicht lassen. Nachdem er die Funktion schon des Öfteren innehatte, hat er sich letztes Jahr wieder in die Vorstandschaft des SV Battweiler wählen lassen. Außer ihm gehören ihr noch Michael Wolf und Jens Hack an, Schriftführer ist Markus Zimmer. Seit 30 Jahren wohnt Seul in Battweiler; den Verein gibt es schon seit 1962. Derzeit besitzt der Sportverein 380 Mitglieder.

Die größten Ereignisse der jüngeren Vereinsgeschichte sind die Errichtung des Rasenplatzes im Jahr 2004; das habe noch der damalige Vorstand Wolfgang Müller mit vorangetrieben, der aber leider kurz danach verstorben sei, erzählt Seul. Mit dem Rasen kam auch ein kleiner Trainingsplatz hinzu zum Sportgelände, um das satte Grün in der nasskalten Jahreszeit nicht zu sehr zu beanspruchen. Seit fünf Jahren gibt es allerdings noch eine andere Möglichkeit zum Trainieren: Seither besteht eine Spielgemeinschaft mit dem FC Reifenberg. Der dortige Hartplatz dient als Ausweichmöglichkeit auch für Punktspiele - man habe aber im letzten Winter gar nicht davon Gebrauch machen müssen, meint Spielleiter Adrian Felger.

Seit der Fusion betreibt der Verein zwei aktive Mannschaften; die Erste hat in der A-Klasse einen siebten Platz belegt, während die Zweite aus der B- in die C-Klasse absteigen musste. Den Unterschied zu anderen Vereinen sehen Seul und Felger darin, dass der SVB "verrückter als die anderen" sei. Die mit Schmunzeln getätigte Aussage wird dann relativiert: "Wir haben eben einen besonders guten Zusammenhalt. Bei der diesjährigen Abschlussfahrt nach München waren 29 Spieler dabei gewesen, letztes Jahr sind es 26 gewesen", meint Seul. Felger erklärt: "Die Verbindung der Spieler zum Verein besteht wegen der Freundschaft und nicht wegen des Geldes."

Der SVB hat aber noch mehr zu bieten als Fußball : Zu ihm gehört auch die Tanzgarde, in der etwa 60 Mädchen und zwei Jungs aktiv seien. Zur Fasnacht werden jedes Jahr zwei Prunksitzungen organisiert, die immer ausverkauft seien. Alle zwei Jahre werde zudem eine Theateraufführung auf die Beine gestellt. Ab und an steigt im Sportheim eine Disco; außerdem gebe es an Karfreitag ein Fischessen, ein Muschelessen im November und ein Schlachtfest zwischen Weihnachten und Silvester. Das ist schon beachtlich für einen Dorfverein.