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Schmitshausen: Friedhofsmauer dickster Brocken im Haushalt

Schmitshausen : Friedhofsmauer dickster Brocken im Haushalt

Schmitshauser Gemeinderat verabschiedet Doppelhaushalt für 207 und 2018. Internationales Jugendtreffen diesen Monat im Rosendorf.

Der sparsame Umgang mit den Steuergeldern bleibt im Rosendorf Schmitshausen weiterhin ein Thema. Beim jetzt vom Ortsgemeinderat verabschiedeten Doppelhaushalt für das laufende und kommende Jahr ist die Sanierung der Friedhofsmauer mit jeweils 15 000 Euro die größte Investitionen. Ortsbürgermeister Markus Schieler erklärte im Gespräch mit dem Pfälzischen Merkur: „Wir können uns finanziell nicht weiter belasten, wir müssen viel mit Eigenleistungsanteilen auf die Reihe bringen und insbesondere das wirklich Vordringliche auf die Reihe bringen. Die marode Friedhofsmauer ist ein solcher Punkt.“

Ob seines Charakters ist der Landfriedhof des Rosendorfs in den zurückliegenden Jahren für viele Kommunalpolitiker ein beispielgebendes Anschauungsobjekt gewesen. Markus Schieler: „Jeder im Dorf weiß, dass bei der damaligen Friedhofsgestaltung viel Schweiß von ehrenamtlichen Helfern geflossen ist. Diese helfenden Hände sind auch heute wieder gefragt. Allerdings, die Zeiten haben sich geändert. Freiwillige Helfer sind heute rar. Dennoch, wir werden das Sanierungswerk angehen und uns bemühen, den Gesamtcharakter unseres Landfriedhofs so zu erhalten, wie das die Dorfbewohner gewohnt sind“. Für 30 000 Euro, hälftig verteilt auf die beiden Haushaltsjahre, will die Ortsgemeinde das Sanierungswerk angehen.

Die einsturzgefährdete Umgebungsmauer besteht aus gehauenen Sandsteinen und gibt der Gemeindeanlage deshalb ein ganz besonderes Flair. „Diese alte Bruchsteinmauern sind immer ein Stück Baukunst, die heute deshalb verständlicherweise nicht mit geringen Mitteln saniert werden kann. Jemand, der noch alte Bruchsteine zurichten und vermauern kann, die findet man bisweilen überhaupt nicht mehr am Ort. Wenn da ein Unternehmen mit den arbeiten betraut werden muss, dann kann das schon ins Geld laufen. Deshalb sind wir um jedes Hilfsangebot froh“, stellt Ortsbürgermeister Markus Schieler fest und zeigt sich erleichtert darüber, dass die Einfriedungsmauer beim Friedhof nicht unter Denkmalschutz gestellt ist: „Dann käme uns das Gesamtprojekt wohl noch viel teurer zu stehen.“ Versucht werden soll dennoch, für die Maßnahme einen Zuschuss beim Land zu stellen.

Eine neue Steuerung für die zentrale Heizung im Dorfgemeinschaftshaus wird zudem fällig. Die Kosten werden auf rund 5000 Euro geschätzt. Die Mittel wurden im Etat veranschlagt.

Gerade um diese Zeit ist das Rosendorf auf der Sickingerhöhe ein Blickfang. Allerdings, Hundeunrat sorgte an den öffentlichen Plätzen und Straßen wie anderswo auch für Missstimmung. Dem soll durch das Aufstellen von „Hundetoiletten“ Rechnung getragen werden. Bürgermeister Markus Schieler: „Die Anregung ist von vielen Bürgern an die Ratsmitglieder herangetragen worden und die sollten wir durchaus ernst nehmen.“ Im Nachbarort Winterbach habe sich das Einrichten solcher Hundetoiletten bereits bewährt, dem Beispiel wollen jetzt die Schmitshauser folgen. Noch für dieses Jahr ist ans Einrichten zweier Anlage gedacht, von denen eine rund 330 Euro kostet.

Für das Internationale Jugendferienlager, welches dieses Jahr auf dem Gelände beim Haus der Jugend in Schmitshausen stattfindet, ist bereits die erste namhafte Spende eingegangen. Die Pfalzwerke AG Ludwigshafen hat für die Maßnahme 500 Euro gespendet. Die Ratsmitglieder stimmten der Spendenannahme zu. Ehrenbürger Hans Erich Henkes brach einmal mehr eine Lanze für das friedliche Zusammenleben im vereinten Europa. Als das Internationale Partnerschaftskomitee letzten Monat in Limana (Italien) tagte, erinnerte Henkes an die Werte, wie sie in der Partnerschaftsurkunde von 1971 festgeschrieben sind. Zum internationalen Jugendferienlager jetzt in Schmitshausen, das am 19.Juli beginnt und am 29.Juli endet, werden 40 Jugendliche aus den vier Partnerschaftsgemeinden Limana (Italien), Longuyon (Frankreich), Walferdingen (Luxemburg) und Schmitshausen erwartet.