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Tourismuskonzept: Freizeitgebiet soll Rieschweiler aufwerten

Tourismuskonzept : Freizeitgebiet soll Rieschweiler aufwerten

Am Schwarzbach sind Angebote für den Nahtourismus geplant. Die Landesregierung hat Zuschüsse zugesagt.

Es gelte, dem Wohnwert, der Attraktivität des Ortes und dem Nahtourismus einen weiteren entscheidenden Impuls zu geben. Dafür solle in der Nähe des Schwarzbachs in Richtung Dellfeld ein Freizeitgebiet entstehen, signalisierte Ortsbürgermeister Heino Schuck in der letzten Sitzung des Ortsgemeinderats Rieschweiler-Mühlbach. Die Landesregierung könne sich vorstellen, dafür Zuschüsse zu bewilligen, erklärte Schuck und berief sich dabei auf eine „frohe Botschaft“, die Verbandsbürgermeister Thomas Peifer aus Mainz mitbrachte.

Im Wunschkatalog der Gemeinde stehen nicht erst seit diesem Jahr ein Bootsverleih, Platz für ein Beachvolleyball-Feld, ein Fitnesspark und vielleicht sogar ein Campingplatz. Schuck erinnerte dabei an Überlegungen, innerhalb des Stadt-Land-Umfeld-Konzeptes Ideen zu sammeln. Das Leben am Wasser habe für die Landesregierung zudem an Attraktivität gewonnen. Zweibrücken liefere mit den Projekten „Stadt am Wasser“ ein gutes Beispiel, wie der Tourismus auf der untersten Ebene gefördert werden könne.

„Ich will diese gute Nachricht aus Mainz sofort weitergeben, damit sich jeder Gedanken machen kann, mit welchen Projekten wir unseren Ort fit für die Zukunft machen, die Gemeinde noch attraktiver und für den Bürger den Ort noch lebenswerter gestalten können“, sagte Schuck und stellte fest, dass nach der jetzigen Sachlage das Projekt vom Land mit 60 bis 80 Prozent bezuschusst werden könnte. Im neuen Jahr sollen die nächsten Schritte getan werden. Das Planungsbüro LAUB, eine Ingenieurgesellschaft aus Kaiserslautern, habe sich bereits mit Überlegungen befasst. Die Vorplanungen sollen im neuen Jahr gemeinsam mit den Ratsmitgliedern erörtert werden. Schuck glaubt, dass eine Verwirklichung innerhalb der nächsten fünf Jahre realisierbar ist.

Der Beratungspunkt „Grundsatzbeschluss zur Verlängerung des Gehweges und der Beleuchtung von Hauptstraße 1 bis Ende Neubaugebiet „Im Flur“ entlang der Kreisstraße 477 ging in ähnliche Richtung. An den Bestrebungen, die Versorgungssituation der Dorfbewohner mit einem Einkaufsmarkt weiter zu steigern, sein weiterhin ein erklärtes Ziel. Zurzeit würden Verhandlungen geführt. Um die verkehrliche Erschließung eines Marktes zu sichern, sei dieser Beitrag der Ortsgemeinde notwendig. Kommt kein Markt, wird die Ortsgemeinde auch den Gehweg samt Beleuchtung nicht verlängern. Die Ratsmitglieder sprachen sich grundsätzlich für eine solche Maßnahme unter den bestimmten Vorgaben aus. Im Doppeletat 2018/19 sollen entsprechende Mittel bereitgestellt werden.

Eine Spende von 225 Euro hatte der Förderverein der Grundschule für eine Leseveranstaltung in der Gemeindebücherei gegeben. Der Rat stimmte der Spendenannahme zu.

Einer Empfehlung des Bauausschusses folgten die Ratsmitglieder bei einem Bauvorhaben, für das der Bauherr eine Abweichung von den Bestimmungen des Bebauungsplanes beantragt hat. Es soll ein Wohnhaus mit Garage errichtet werden. Die Vorgaben für First- und Traufhöhe dürfen allerdings nicht überschritten werden. Die Sanierungsarbeiten beim Kindergarten sind weitgehend abgeschlossen, das neue Vordach hat beim Martins-Umzug bereits seine Bewährungsprobe bestanden, so Schuck.

Revierförster Hermann Gries erläuterte den Forstwirtschaftsplan 2018. Im über 100 Hektar großen Rieschweiler-Mühlbacher Gemeindewald sollen rund 950 Festmeter Holz eingeschlagen werden. Ortsbeigeordneter Winfried Stalter sah bei den Jahreseinnahmen zwischen den Aufstellungen des Forstamtes und der Verwaltung erhebliche Diskrepanzen. Dies solle jetzt geklärt werden. Gries gab Einblick in die Rechnungsstellung und Verbuchung durch das Forstamt. Von 2004 bis 2016 erzielte man im Gemeindewald Gewinne von rund 160 000 Euro. Im Schnitt sei von einem Jahresgewinn von 12 338 Euro auszugehen. Diskussionen gab es beim Forstwirtschaftsplan auch um die künftige Holzvermarktung, weil ab 2019 die Kommune dafür zuständig wird.