1. Pfälzischer Merkur
  2. Zweibrücken-Land

Forstwirtschaftsplan hat die schwarze Null im Blick

Forstwirtschaftsplan hat die schwarze Null im Blick

Über 240 Festmeter Holz könnten die Rosenkopfer jährlich im Gemeindewald einschlagen, doch nur etwas mehr als die Hälfte dieser zulässigen Einschlagmenge wird gefällt. Das haben die Ratsmitglieder jetzt beschlossen.

Wie in den Jahren zuvor steht für den verantwortlichen Revierförster Jürgen Leis die "schwarze Null" im Mittelpunkt. Es sei besser, mit einem guten Ergebnis aufzuwarten, als Hoffnungen zu wecken, die letztendlich nicht erfüllt werden können, stellte der Förster fest, der auch dieses Jahr den neuen Forstwirtschaftsplan für das kommende Jahr erstellte. Der wurde in der jüngsten Ratssitzung in Rosenkopf verabschiedet. Dem Planertrag von rund 7639 Euro stehen Ausgaben in Höhe von 7290 Euro gegenüber.

Die Erträge aus dem Verkauf der Rohholzmenge sind die Haupteinnahme. Es sollen 70 Festmeter Buchen und 70 Festmeter Fichtenholz eingeschlagen werden. Im letzten Jahr lag die Holzeinschlagmenge bei 180 Festmetern. Nach dem aktualisierten Forsteinrichtungswerk dürften im Gemeindewald jährlich 5,7 Festmeter je Hektar Waldfläche eingeschlagen werden, was die 242 Festmeter bei einer Waldfläche von 42,4 Hektar ergibt. Laut Plan soll aber nur die Hälfte gefällt werden. Die Kosten für den Holzeinschlag sind der Hauptaufwand, der bei 3350 Euro liegt. Hinzu kommen Fixkosten, wie die Kosten für die Beförsterung und Abgaben, die auch für die Einrichtung Gemeindewald zu entrichten sind. Sie liegen nach dem vom Ortsgemeinderat einstimmig angenommenen Plan bei insgesamt 2650 Euro.

Für den Vertretungsfall ist bisher nur ein Ortsbeigeordneter vorgesehen. Ortsbürgermeister Jürgen Plagemann will eine weitere Stelle schaffen. Das macht zunächst die Änderung der Hauptsatzung erforderlich, welche vom Rat einstimmig beschlossen wurde. Auf einen Rechnungsprüfungsausschuss hatte bisher die Gemeinde verzichtet. Die Prüfung war stets vom gesamten Rat vorgenommen worden. Das muss sich jetzt ändern, weil die Rechnung nur noch bei der Verbandsgemeindeverwaltung geprüft werden kann. Dem neu gebildeten Rechnungsprüfungsausschuss gehören Sabine Weis, Heiko Hübscher und Daniel Maske an.

In der Hauptstraße muss zur besseren Ausleuchtung eine weitere Straßenleuchte installiert werden. Die Kosten dafür belaufen sich auf rund 2000 Euro. Die Pfalzwerke-Netz AG erhielten den Auftrag.

Zum Sitzungsschluss ehrte Plagemann langjährige Ratsmitglieder. Er würdigte das Engagement von Joachim Plagemann, der 25 Jahre sich in die kommunalpolitische Arbeit einbrachte. Gleiches galt für Wilfried Hey, welcher ein Jahrzehnt das Ehrenamt annahm. Christoph Faulhauber gehörte eine Wahlperiode dem Gremium an.