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120 Bäume wurden verbrannt: Flammen locken viele Besucher an

120 Bäume wurden verbrannt : Flammen locken viele Besucher an

Zum zweiten Mal werden in Winterbach Weihnachtsbäume verbrannt. Mit Fackeln geht’s zum Veranstaltungsort.

(cos). Ideen muss man haben. Das gilt auch für das Vereinsleben, so Rolf Gries, seit gut einem Jahr an der Spitze des SC Winterbach. Gries organisierte jetzt zum zweiten Mal das Verbrennen von Weihnachtsbäumen in seiner Heimatgemeinde. Und viele Bürger kamen.  „Im letzten Jahr haben wir das mutterseelenallein organisiert und wurden von der Feuerwehr aus Sicherheitsgründen unterstützt. Dieses Jahr haben wir uns noch um einen Tick gesteigert“, erzählt Gries. Das Einsammeln der Weihnachtsbäume habe schon viele Jahre die Feuerwehr organisiert und da sei letztes Jahr der Gedanke gekommen, dies doch mit einem geselligen Aspekt zu verknüpfen. „Wir sind ein kleiner Ort, da ist ja nicht jedes Wochenende etwas los“, nennt er die Motivation. Der Förderverein des Kindergartens, die Landfrauen, Turnerfrauen und Sportfischer, die würden beim Dorffest immer fest zusammenstehen, die Feuerwehraktiven sowieso. Diesmal wurden die Winterbacher Straußmädels und Straußbuben mit ins Boot genommen und als Rahmenprogramm realisierte Gries eine Kurzwanderung mit Fackeln vom Kindergarten hinunter auf das Freizeitgelände in Niederhausen. Über 40 Fackeln wurden verteilt. Damit die Kleinsten nicht ganz ohne Lichterschmuck teilnehmen mussten, bekamen sie leuchtende Armreife oder Leuchtstäbe.

An der Spitze des Zuges lief Pfarrer Tilo Brach mit den Jugendlichen. Präparanden? Rolf Gries winkt ab. „Nein, unser Pfarrer führt seit den letzten Neuwahlen die Kasse beim SC Winterbach. Mitglieder, Aktive, Vorstandschaft, alle knien sich mächtig rein und wenn nichts dazwischen kommt, haben wir den Verein noch in diesem Jahr frei von Schulden. Das hat es schon 30 Jahre hindurch beim SC Winterbach nicht mehr geben“, stellt Gries stolz fest.

 Auf der Freizeitanlage standen die Helfer des SC und die Straußmädels und Straußbuben in zwei hölzernen Verkaufshütten und sorgten sich ums leibliche Wohlergehen aller. Heiße Getränke Grillwürste, Flammkuchen, alles war zu haben. Feuerwehrchef Volker Müller hatte genügend Helfer zur Stelle, damit das Verbrennen der mehr als 120 Weihnachtsbäume ohne Probleme über die Bühne lief. Mit den Fackeln entzündeten die Teilnehmer das Feuer, was auf alle einen besonderen Reiz ausübte. Gesellig standen alle beisammen und Ortsbürgermeister Willi Schwarz freute sich:  „Alles, was die Dorfbewohner friedlich und gesellig zusammenbringt ist gut – dieser Abend zählt dazu.“