1. Pfälzischer Merkur
  2. Zweibrücken-Land

Fischer setzen auf intensive Jugendarbeit

Fischer setzen auf intensive Jugendarbeit

Dem Nachwuchs etwas bieten - das ist das Ziel vieler Vereine. Gilt es doch, mit der Jugend die Zukunft zu sichern. Besonders ins Zeug legt sich dabei der Angelsportverein in Dietrichingen. Derzeit sind es 15 Jungfischer, die den über 50 Mitglieder zählenden Verein bereichern.

Zwei von ihnen haben schon die Prüfung abgelegt. Besonders stolz ist Burgi Zahn, der als Vorsitzender derzeit die Geschicke des Angelsportvereins leitet, auf seinen Jugendwart Frank Becker. Dieser bietet dem Nachwuchs viele Aktionen. So gebe es auch schon mal vom Angelsport abweichende Aktivitäten. Die Theorie dürfe aber bei alldem nicht zu kurz kommen.

"Dafür sind die Wintermonate vorgesehen", erläutert der Senior. Zahn weiß, worauf es bei der Betreuung der Jugend besonders ankommt: "Wichtig ist, dass die Kinder den Spaß nicht verlieren!" Die Jugendlichen könnten aber auch jede Menge lernen, das ihnen auch in der Schule von Nutzen ist. So werde beispielsweise auch schon mal das Wasser mit einem Mikroskop untersucht. Die Kinder sollen dabei auch die Nahrungskette in der Trualb nachvollziehen können. Das Gewässer gilt als äußerst sauber, was die dort lebenden Neunaugen beweisen, so Zahn. In dem Gewässer , das heute offiziell Hornbach heißt, befänden sich über 20 Fischarten - darunter auch Stichlinge und Hechte. Der Angelsportverein kann auf einer Strecke von rund 4,5 Kilometer fischen. Die Fischmenge für jedes Mitglied ist aber begrenzt.

Der Verein hat den ganzen Bach vom früheren Jagdpächter bis zur Grenze zu den Großsteinhauser Fischern gepachtet. Die Gemeinde komme dabei neben einem Geldbetrag auch in den Genuss von 45 Arbeitsstunden.

Bekannt sind die Dietrichinger Fischer aber vor allem durch ihre kulinarischen Spezialitäten, die sie bei verschiedenen Veranstaltungen servieren. Das Fischessen an Karfreitag ist schon lange ausgebucht. "Mehr als 90 Personen können wir nicht bewältigen", sagt der Vorsitzende. Es handele sich schließlich um ein Gourmet-Menü, das zubereitet wird. Dazu gehören zwei Dips, Fischsuppe, verschiedene Hauptgerichte und eine spezielle Nachspeise. Ein riesiger Andrang herrscht auch am dritten Sonntag im Juli, wenn das Fischerfest steigt. Auch der Fischverkauf am 1. November sei ein Renner: "Ohne Vorbestellung geht hier gar nichts."

Burgi Zahn liebt am Fischen vor allem die Ruhe, die er dabei entwickeln könne: "Man wird innerlich frei und kann die Natur genießen. Dabei ist es ganz egal, ob man etwas fängt oder nicht." Selbstverständlich gehöre der Ertrag dazu - doch im Vordergrund stehe er bei ihm selbst nicht.