1. Pfälzischer Merkur
  2. Zweibrücken-Land

Feuerwehren im Kreis beklagen Nachwuchsprobleme

Feuerwehren im Kreis beklagen Nachwuchsprobleme

Neben der Einsatzbilanz haben die Delegierten des Kreisfeuerwehrverbandes Südwestpfalz bei ihrer Versammlung auch über Nachwuchsprobleme und deren Lösungsmöglichkeiten diskutiert.

Im Dorfgemeinschaftshaus Schmitshausen haben 40 Delegierte aus 83 Löscheinheiten bei der 37. Delegiertenversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes Südwestpfalz Bilanz gezogen (wir berichteten). Dabei stellte Kreisfeuerinspekteur Steven Schütz fest, dass rund 1700 ehrenamtliche Helfer im zurückliegenden Jahr über 100 Einsätze absolvierten.

Das Einsatzspektrum habe vom Wohnungs-, Flächen- und Waldbrand bis zur technischen Hilfeleistung gereicht. Das Evakuieren von 650 Bürgern in Rieschweiler-Mühlbach bei der Bombenentschärfung oder der Sprengstoff- und Waffenfund in Dahn reihte Schütz unter die spektakulären Großeinsätze.

Nach einem Situationsbericht von Verbandsbürgermeister Berthold Martin über die erfolgreiche Umsetzung des Feuerwehrkonzeptes in der Verbandsgemeinde Wallhalben, wo in diesem Jahr noch mit dem Bau von gleich drei Feuerwehrbleiben begonnen und auf die Auslieferung von sechs Kleinlöschfahrzeugen gewartet wird, gab Harald Borne aus Rieschweiler-Mühlbach als Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes einen umfassenden Situationsbericht. Mit der Fusion der beiden Verbandsgemeinden werde sich die Mitgliederzahl auf sieben Verbandsgemeinden reduzieren.

Die Kreisausbildung habe wie bisher einen hohen Stellwert gehabt, stellte Schütz fest, der dabei die Ausbildung von 400 Feuerwehrangehörigen in 21 Seminaren im Digitalfunk in den Mittelpunkt rückte. Elf Kreislehrgänge sind für dieses Jahr geplant. Insgesamt seien im vergangenen Jahr 810 Fortbildungsstunden absolviert worden. Schütz ging nochmals auf das neue Messtechnikfahrzeug ein, das in Münchweiler stationiert ist, wo sich auch der Messtrupp befindet. Das Einführen der digitalen Funktechnik sei abgeschlossen, das der digitalen Alarmierung stehe bevor. Der Netzaufbau erfolgt diesmal von Süd nach Nord. Die Personalsorgen bei der Tagesalarmierung seien erkannt, Lösungsvorschläge gab es am Versammlungsabend aber keine.

Das Nachwuchsproblem ist für den Kreisfeuerwehrinspekteur ein wichtiges Thema gewesen. Von 48 Jugendfeuerwehren im Kreis würden 14 über Nachwuchssorgen klagen. Der Kreisfeuerwehrjugendwart schlägt das Beschreiten neuer Wege vor: Vorbereitungsgruppen und Bambini-Feuerwehren könnten ein Lösungsweg sein, mutmaßt Dominik Kühnel.