Fast zwei Millionen Euro Investitionen bei der Feuerwehr

Zweibrücken · Am 17. November soll ein Nachfolger für den obersten Floriansjünger von Zweibrücken-Land, Thorsten Preyer gewählt werden.

 In die technische Ausstattung der Löscheinheit in der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land fließt auch in diesem Jahr jede Menge Geld. Im Bild das KLF der Löscheinheit Rosenkopf.

In die technische Ausstattung der Löscheinheit in der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land fließt auch in diesem Jahr jede Menge Geld. Im Bild das KLF der Löscheinheit Rosenkopf.

Foto: Norbert Schwarz

Der ehrenamtliche Beigeordnete der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land, Thomas Hohn, sieht als Zuständiger Beigeordneter für den Bereich Feuerwehr keinerlei Auswirkungen bei den aktiven Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmännern in den 17 Löscheinheiten der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land durch den Rücktritt des bisherigen Verbandsgemeindewehrleiters. Wie der Pfälzische Merkur erfahren konnte, werden die wahlberechtigten Wehrführer am 17. November  einen Nachfolger für den bisherigen Amtsinhaber Thorsten Preyer wählen. Zur Personalie selbst wollte sich Thomas Hohn nicht äußern. Es sei Stillschweigen vereinbart. 

Statt spekulieren, Verdruss näheren und „Sand ins Mannschaftsgetriebe“ zu  bringen verweist Hohn lieber auf das, was in den zurückliegenden zehn Arbeitsmonaten bei der Verbandsgemeinde im Bereich Feuerwehr geleistet worden sei. „Bevor ich aber zu Beschaffungsmaßnahmen, Ausstattung, neuen Fahrzeugbestellungen und all diesen Dinge komme, muss ich unbedingt ein dickes Dankeschön an alle Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner in den Löscheinheiten der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land aussprechen. Bei sämtlichen Einsätzen haben sie den nachhaltigen Beweis dafür erbringen können, dass auf die Feuerwehrleute in unseren Löscheinheiten allemal Verlass ist, der Ausbildungsstand ein hoher ist, alle Aktiven ungemein motiviert sind und die Bürger in unserer Verbandsgemeinde zu jeder Tageszeit die Gewissheit haben können, dass ihnen im Ernstfall beigestanden wird!“

Dieses Ziel sei durch jahrelange Aus- und Weiterbildungsarbeit erreicht worden und dafür gebe es keinen Stillstand. Thomas Hohn: „Fort- und Weiterbildung haben bei der Feuerwehr von Zweibrücken-Land einen hohen Stellenwert, viele Aktive bringen sich mit enormen Freizeitopfern dafür ein!“

Die drei Kleinlöschfahrzeuge für die Löscheinheiten von Althornbach, Kleinsteinhausen und Rosenkopf seien Investitionen, mit denen die Arbeit in den Löscheinheiten intensiviert werde. Pro KLF, das Buchstabenkürzel steht für Kleinlöschfahrzeug, habe die Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land mehr als eine halbe Million Euro investiert. zu den 510 000 Euro Kosten wurden vom Land pro Fahrzeug 31 500 Euro an Zuschuss gewährt.

Noch in diesem Jahr kam die Ausschreibung und Bestellung eines HLF1, eines Hochleistungslöschgruppenfahrzeugs. Die Typenbezeichnung stehe für Brandbekämpfung und Löschwasserförderung, zudem sei das Fahrzeug für den Einsatz bei einfachen, technische Hilfeleistungen konzipiert, erklärt Thomas Hohn im Gespräch. Die Kosten für dieses Fahrzeug belaufen sich auf 400 000 Euro. Es soll in einem Jahr, also im Oktober 2023 ausgeliefert werden. Vom Land gibt es dafür einen Zuschuss in Höhe von 84 000 Euro.

Die Ersatzbeschaffung sei längst überfällig gewesen, denn das alte Hornbacher Fahrzeug habe bereits jetzt ein Fahrzeugdienstalter von 30 Jahren. Für die Löscheinheit Bechhofen ist ein Mehrzwecktransportfahrzeug mit der Typenbezeichnung MZF 1 eingeplant. Der Kostenpunkt dabei 120 500 Euro, die finanzielle Hilfe des Landes bei der Beschaffungsaktion: 15.000 Euro. 

Mit dem Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Dietrichingen sei begonnen worden, die Kosten werden auf rund eine Million Euro geschätzt und ein neues Tragspritzenfahrzeug wird die dortige Löscheinheit auch bekommen, weil das Einsatzfahrzeug dann in den neuen Räumlichkeiten auch abgestellt werden kann. 

Seid dem Ahrtal ist der Sirenenausbau wieder verstärkt in den Fokus gerückt, für sechs Sirenen im ersten Ausbauschritt wurden Landeszuschüsse gewährt. Die Sirenen in Althornbach, Dietrichingen, Mauschbach, Hornbach (2) und Dellfeld (2) werden für den  Katastrophen- und Zivilschutz aufbereitet. Die Nutzung für die Feuerwehren ist eingeschlossen. 

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