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Jahresbilanz 2016 der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land: Feuerwehr musste häufiger ausrücken

Jahresbilanz 2016 der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land : Feuerwehr musste häufiger ausrücken

In diesem Jahr waren die 17 Löscheinheiten der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land bereits 209-mal im Einsatz.

Mehr als 400 Feuerwehrleute verrichten in den 17 Löscheinheiten der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land einen ehrenamtlichen Dienst. Verbandsgemeindewehrleiter Markus Schmidt hat jetzt einen umfassenden Jahresbericht 2016 vorgelegt und einen Überblick über das laufende Jahr gegeben. Wichtigste Erkenntnis: Bis zum 17. Dezember gab es im laufenden Jahr bereits 209 Alarmierungen. Gegenüber 2016 macht dies eine Steigerung von fast zehn Prozent aus.

408 Feuerwehrleute löschten Brände, retteten Menschen aus Notsituationen, halfen mit technischem Gerät bei Unfällen. Gegenüber dem Jahr 2014 schrumpfte die Helferzahl um 38 Feuerwehrleute. Schmidt: „Jeder nicht mehr aktive Feuerwehrmann ist ein herber Verlust. Wir versuchen das zu kompensieren, es gelingt aber nicht immer. Im Augenblick hat sich die Zahl der Aktiven bei 400 eingependelt. Das gilt auch für das noch laufende Jahr, zu dem der Jahresabschluss dann 2018 vorgelegt wird“. Eine gewisse Fluktuation ergibt sich im Augenblick noch bei den Jugendwehren, einem wichtigen Reservoir für den aktiven Dienst. Aktive Jugendwehren gibt es derzeit in Althornbach, Bechhofen, Contwig, Dellfeld, Hornbach und Kleinbundenbach, wobei diese mit der Jugendwehr in Bechhofen eine Kooperation bildet. Die Hilfeleistung war 2016 mit 49 Prozent hoch, lag allerdings doch noch unter der Wertmarke „Brandbekämpfung“, die in der Jahresstatistik 51 Prozent ausmacht. Der einsatzhäufigste Monat war der Juni gewesen, die Einsatzdauer lag im Durchschnitt bei 90 Minuten und was bei der Jahresstatistik 2016 ebenfalls herausgefiltert wurde, ist, dass die Zeit zwischen 17 und 18 Uhr in der Übersicht ganz vorne liegt.

Contwig als größter Ort in der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land weist auch in der Jahresstatistik 2016 die meisten Einsätze mit 57 vor. In Dellfeld schrillten 37-mal die Alarmglocken, in Hornbach 27-mal. Das gesamte Jahr über stumm blieben die Melder in Kleinbundenbach und Riedelberg. 28-mal war die Menschenrettung gefragt, 30-mal galt es Sturmschäden zu beseitigen, die von umgefallenen Bäumen eingeschlossen. Zu Verkehrsunfällen wurde die Feuerwehr aus den Löscheinheiten der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land in 23 Fällen gerufen. Klein- und Mittelbrände wurden 22 verzeichnet, Großbrände sind mit sieben angegeben. Dazu zählte das Feuer auf dem Stockbornerhof bei Reifenberg, Waldbrände in Bechhofen und Dellfeld, der Heckenplatz in Kleinsteinhausen, ein Flächenbrand in Contwig sowie der Wohnhausbrand in der Vorweihnachtszeit von Dellfeld, der durch eine Kerze ausgelöst worden war.

Die Fort- und Weiterbildung ist und bleibt ein Schwerpunkt. Fast 100 Floriansjünger aus den 17 Löscheinheiten in der Verbandsgemeinde besuchten solche Lehrgänge. Viele bei der Feuerwehr- und Katastrophenschule in Koblenz oder den Lehrgängen beim Landkreis Südwestpfalz oder solche, die von der Verbandsgemeinde selbst organisiert wurden. Den Umgang mit Motorkettensägen erwarben dabei 24 Feuerwehrleute, die gleiche Teilnehmerzahl war bei der „Transportsicherung“ vermerkt. Den Führerschein für einen Lastkraftwagen Klasse CE erwarben über die Feuerwehr neun Wehrmitglieder, zum Truppführer ließ sich einer ausbilden. Sechs legten die Prüfung zur Feuerwehrgrundausbildung ab. Den Gruppenführerlehrgang an der Landesschule in Koblenz besuchten immerhin fünf Feuerwehrleute.