Feuerspiel und Eisskulptur

Ein Eisbildhauer hat beim Late-Night-Shopping in den Style Outlets in der Nacht zu Samstag eine Skulptur aus einem schweren Eisblock gefertigt, begleitet von einer Feuertanzshow. Der Nieselregen trübte das Erlebnis nicht.

Der Lenz ist da! Genauer gesagt Adrian Lenz, Bildhauer und Spezialist für die Erschaffung von Eisfiguren. "Ich bin schon zum dritten Mal hier in Zweibrücken", sagt er, "heute gibt's eine Feuergöttin aus Eis". Schön steht sie am Ende des Schöpfungsvorgangs da und besiegt lässig das Eis mit ihrem Feuer und damit leider auch sich selbst. Was macht Lenz im Sommer? "Auch Eisfiguren, nur muss ich da möglichst schnell arbeiten." Das leuchtet ein. Mit Kettensäge und japanischen Meißeln rückt er den drei großen Eisblöcken zu Leibe und befreit die Göttin aus ihrem eisigen Versteck.

Nebenan tanzt Stefanie Fleschutz ihren Feuertanz, elegant, graziös, sie scheint immun gegen Brandverletzungen, sie streichelt mit dem Feuer ihre Arme und löscht eine hohe Flamme mit ihrem Mund. Blau und rot ist sie angestrahlt, Nebelschwaden umwabern ihre grazile Gestalt. Sie tanzt mit brennenden Fackeln in ihren Händen, böiger Wind weht die Flammen hierhin und dorthin. Eine Performance, die Kunst und Spiel mit dem Feuer vereint, sehr reizvoll, viel Beifall. Die Zuschauer stehen im Kreis herum und staunen: "Toll" hört man sagen und "wunderbar". Viele Kinder schauen dem Eiskünstler zu, große Eisbrocken sägt er aus der Feuergöttin heraus, die fallen zu Boden, ein prima Spielzeug für die Kinder. Sägemehl gibt's nicht, dafür einen Strahl von zerbröckeltem Eis. "Es schneit", rufen viele Kinder und sind ganz aus dem Häuschen. Derweil wechselt der Künstler, durchgefroren beim eisigen Schaffen, seine Kleider. "Das ist eben der Spaß", sagt er, "man kommt nicht ins Schwitzen, selbst nicht beim engsten Kontakt mit der Feuergöttin".