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Feuer verwüstet Wohnung am Otterstein

Feuer verwüstet Wohnung am Otterstein

Zweibrücken. Gestern Vormittag, 10.53 Uhr, Schauplatz: Am Otterstein: Flammen schlagen aus dem Dach des flachen Gebäudes, aus mehreren Fenstern, die Balkonüberdeckung und Sitzmöbel haben Feuer gefangen. Bei der Zweibrücker Feuerwehr laufen sprichwörtlich die Telefondrähte heiß. Feuerwehrsprecher Harald Schmieg: "Viele Nachbarn haben angerufen

Zweibrücken. Gestern Vormittag, 10.53 Uhr, Schauplatz: Am Otterstein: Flammen schlagen aus dem Dach des flachen Gebäudes, aus mehreren Fenstern, die Balkonüberdeckung und Sitzmöbel haben Feuer gefangen. Bei der Zweibrücker Feuerwehr laufen sprichwörtlich die Telefondrähte heiß. Feuerwehrsprecher Harald Schmieg: "Viele Nachbarn haben angerufen. Bei Gebäudebränden mit Flammen rückt automatisch unser Löschzug mit 20 bis 25 Mann aus. Wir haben das durch zwei Fahrzeuge ergänzt. 32 Mann waren vor Ort."Um 11.03 Uhr sind die ersten von ihnen am Brandherd angekommen, keine Sekunde zu spät. Wie Schmieg schildert, betreten einige von ihnen durch die offene Vordertür das Gebäude, andere klettern über die Drehleiter aufs Dach. Durch eine geschmolzene Lichtkuppel schlagen die Flammen von unten bis hierher durch. Schmieg: "Die Betumeneindeckung des Daches hätte Feuer fangen und der Brand auf das Nachbargebäude übergreifen können." Seine Männer verhinderten dies. Und auch die Explosion einer Gasflasche, die auf dem in Flammen stehenden Balkon lag. "Die Flasche hatte bereits Temperatur und war rußgeschwärzt", sagt Schmieg. Eine knappe halbe Stunde später sind die Flammen erstickt, Rauch zieht aus dem Gebäude. Der Schaden soll nach Polizeiangaben zwischen 60 000 und 80 000 Euro betragen. Neben den Feuerschäden seien durch Ruß auch die meisten Räume der Wohnung schwarz und "ohne umfangreiche Brandschutzsanierung kann man da niemanden reinsetzen", erklärt Feuerwehrsprecher Schmieg. Immerhin: Der 85-jährige Bewohner blieb unverletzt. Seine Verwandten hätten ihn gleich nach Ausbruch des Feuers im Untergeschoss angetroffen und mit ihm das Haus verlassen.

Was den Brand verursacht hat, ist noch unklar. Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen übernommen, ein Sachverständiger soll sich die ausgebrannte Wohnung anschauen. ek