Feuer und Flamme für die Feuerwehr

Feuerwehren retten, löschen und schützen. Allerdings kommt auch das Feiern bei den Floriansjüngern nicht zu kurz. Vielleicht ist das auch einer der Gründe, weshalb es in Kleinbundenbach noch genügend Feuerwehrleute gibt, die über das ganze Jahr freiwillige und unentgeltlich ihren Dienst ableisten.

Die Geselligkeit wird auch von der Jugend geschätzt, die sich jeden zweiten Freitag in dem Domizil am Dorfgemeinschaftshaus trifft. Insgesamt zwölf Mitglieder zählt die Jugendfeuerwehr, was für eine so beschauliche Gemeinde wie Kleinbundenbach besonders beachtlich ist. Es sind Heranwachsende im Alter von zehn bis 16 Jahren, die hier erste Kenntnisse vermittelt bekommen. "Sie lernen Funkdisziplin oder eine Wasserversorgung und Saugleitung verlegen. Außerdem erklären wir ihnen die Ausrüstung und das verschiedenen Funktionen des Fahrzeuges", berichtet Tim Gerlinger, der die Gruppe leitet. Natürlich werde der Ehrgeiz der jungen Menschen auch belohnt. So würden sie bei bestandenen Prüfungen beispielsweise mit der Jugendflamme oder der Leistungsspange ausgezeichnet. Bei den Treffen werde aber auch oft gespielt: "Es ist eine Mischung von beidem gefragt", betont Gerlinger, dass nur so die Begeisterung von Dauer bleibe. Um die Kameradschaft zu festigen, gebe es hin und wieder auch Zeltlager. In diesem Jahr feiert die Kleinbundenbacher Jugendfeuerwehr ihr 15- jähriges Bestehen. Zum Jubiläum wird es am 2. Mai eine Wanderrallye geben, zu der auch befreundete Wehren eingeladen sind. Am Tag zuvor steigt auch das jährliche Feuerwehrfest. Selbstverständlich profitiert auch die "richtige" Feuerwehr von dem Nachwuchs. "Sehr viele machen später bei uns weiter", so Wehrführer Manfred Gerlinger. Der Vater von Tim hatte im Jahr 2000 die Jugendwehr gegründet. "Es war aber eine Initiative der Jugendlichen selbst", stellt er klar, dass die Feuerwehr damals der großen Nachfrage im Dorf gerecht werden wollte. Insgesamt gibt es in Kleinbundenbach 18 aktive Floriansjünger, die sich einmal im Monat zur Übung treffen. Beliebt seien aber vor allem auch die Gruppenabende, bei denen auch das gesellige Miteinander gepflegt werde. Letztes Jahr habe die Wehr lediglich zu einem Waldbrand nach Bechhofen ausrücken müssen. "Ansonsten war es sehr ruhig", so Gerlinger, der in seiner Laufbahn schon spektakuläre Einsätze erlebt hat. Früher hatten die Feuerwehrleute auch viel mit Ölspuren zu kämpfen. Doch diese Aufgabe sei inzwischen verlagert worden. Der Wehrführer freut riesig über das Engagement der jungen Leute, die sich auch im Umweltschutz betätigen.

Außerdem würden sie für die Kriegsgräber sammeln oder Wanderschilder erneuern und auch sonst stets mithelfen, wenn im Dorf etwas zu tun ist.