Battweiler : Feiern mit Herzblut

Die Battweiler Kerwe wurde wegen der Baustelle DGH ein wenig umorganisiert.

(cos) Originell einfallsreich, feiern mit Herzblut – so lautete auch diesmal die Devise zum Kerwefeiern in Battweiler. Vor allem natürlich bei den 19 Straußmädels und acht Straußjungs, die sich auch dieses Jahr mächtig dafür ins Zeug legten, dass die alte Tradition des Kerwebrauches mit Rede und buntem Kerwestrauß nicht in Vergessenheit geriet.

Dabei waren dieses Jahr die Voraussetzungen alles andere als optimal. Das Dorfgemeinschaftshaus eine Großbaustelle, komplett eingerüstet. Für den Kerwestrauß gab es da keinen Platz, dennoch haben alle eifrig die bunten Bänder,  20 000 an der Zahl, zusammengeknüpft und damit einen stattlichen Kerwestrauß geschaffen. Unter dem Vordach der Konrad-Loschky-Halle hat dieses obligatorische Zeichen vorerst seinen Platz, wenn Gerüstdielen und Haltevorrichtungen am Gemeinschaftshaus entfernt sind, wird wohl der Kerwestrauß an seinen angestammten Platz kommen und allen für den Rest der Zeit bis zur nächsten Kerwe signalisieren: Hier wurde zünftig nach altem Brauch die Kerwe gefeiert.

Zu allem Überfluss hatte dieses Jahr Petrus mit den Feiernden in der Region kein Einsehen, öffnete die Himmelschleusen und schickte zumindest am Sonntag in den Nachmittagsstunden heftige Regenschauer. Auf den Zug durch die Dorfstraßen wurde verzichtet, in der Konrad-Loschky-Halle wie alljährlich mächtig gefeiert und unterm schützenden Hallendach von Jeana Offenhäußer und Anna Lorang die kerwerede gehalten.Beide mit einem Klappzylinder auf dem Haupt, ganz so, wie es die Tradition im Ort auf der Sickingerhöhe vorschreibt.

Zu Lauschen und zu Lachen hatten die Zuhörer viel, an Themen, Ereignissen und besonderen Begebenheit, welche die Straußmädels und Straußbuben aus dem Dorfgeschehen aufklaubten, mangelte es nicht. Der Bürgermeisterwahl wurde dabei auch ein Platz eingeräumt und Anna Lorang verkündete lautstark: „Unser Beremeschterwahl war interessant, weil diesjohr mehr als enner Name uffm Zettel stand. Werner Veith oder Christian Klück, ma musste isch entscheide, es gab keen zurück. Beremschter bleibt der Werner Veith, Battwiller ist wohl noch ned fer was Neijes bereit. Werner - mer dun die gratuliere, Kligger, du kannschs jo bei den nägschde Wahl nommo probiere. Dei Engagement finne mer werklich gut, verlier feers nägschde Mol net de Mut“.

Das Gerüst am Dorfgemeinschaftshaus fand ebenso Eingang in die geschliffene Kerwerede. „E Gerüst an em Battwillerer Haus, werft seit Wochen sei Schatte voraus. Ob ah „des Gerüst“ in die Geschichte ingeht kommt druff an, obs ah in zehn Joor noch do steht. Mit wollens net hoffe un sinn guter Dinge, dass die Renovierung duht gelinge. Es Baamhänge misse ma aus dem Grund verlehe, unn hoffe, dass dann ah widda so viel Leid do stehe“.