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FDP setzt auf Watson, Wink und Schäfer

Kandidaten für Bundestag und Landtag : FDP setzt auf Watson, Wink und Schäfer

Die Liberalen in der Region haben am Samstag ihre Kandidaten für die Bundestags- und die Landtagswahl gekürt.

Erika Watson aus Zweibrücken-Mittelbach geht für die FDP im Wahlkreis 201 beim Wahlkampf zum 20. Bundestag, gewählt wird voraussichtlich im Herbst 2021, ins politische Rennen und auf Stimmenfang für die Liberalen. Das haben bei der samstäglichen  Mammutsitzung in der Hornbacher Pirminiushalle Hornbach die Delegierten  des FDP-Kreisverbandes mehrheitlich entschieden. Von 26 möglichen Stimmen  erhielt Erika Watson 17 Ja-Stimmen, 7-Neinstimmen bei zwei Stimmenthaltungen. Nils Reuther aus Contwig-Stambach ist Schäfers Ersatzmann.

Sebastian Schäfer, bereits bei der Landtagswahl 2016 Spitzenkandidat des Wahlkreises für die Liberalen im Rennen, musste sich diesmal gegen die Zweibrückerin  Anne Oberle durchsetzen. Sie war von Erika Watson als Gegenkandidatin vorgeschlagen worden. Der 34-jährige Schäfer sagte in seiner Vorstellung, als Büroleiter der FDP-Fraktion sei ihm die Arbeit im Plenum sozusagen hautnah bekannt. Sollte ihm der Einzug ins Parlament gelingen, wäre eine direkt Einflussnahme auf die politische Arbeit noch verstärkter möglich. Seine Schwerpunkte: im Bereich „Soziales“ ein größeres Augenmerk auf Heim- und Pflegekinder. Im Gesundheitswesen sieht er bei der „KI“, der künstlichen Intelligenz, wertvolle Hilfen die bisher noch nicht voll ausgenutzt würden. Als Liberaler trat Schäfer für eine freie Sonntagsarbeit ein, sieht dabei eine Entwicklungsnische etwa für „Tante-Emma-Läden“. Welche Bedeutung die Möglichkeit des Arbeitens in „home-office“ haben kann, sei derzeit durch die Corona-Pandemie vielen Menschen bewusst geworden. Bildungspolitisch müsste nach Einschätzung von Sebastian Schäfer jedem Schüler ein Tablet oder Laptop zur Verfügung stehen. Am Ende bekam Schäfer 13 Stimmen, die 40-jährige Wirtschaftsinformatikerin Oberle, inzwischen hauptberuflich Leiterin des elterlichen Reiterhofes bei Zweibrücken, erhielt sechs Stimmen.

Erika Watson konnte derweil bei ihrer Personalvorstellung auf einen durchaus erfolgreichen Landtagswahlkampf 2016 verweisen. Bei diesem hatte sie als Wahlkreis-Direktkandidatin immerhin neun Prozent als Stimmenanteil für sich verbuchen können. Mit Mut, Ausdauer und Fleiß will sie beim kommenden Bundestagswahlkampf 2021 für die Partei mit ihrem Wahlkampfteam punkten. Die heutige „Staatsdienern“ (Lehrerin), wie sie sich selbst  bezeichnete, hatte zunächst den Beruf einer Pferdepflegerin erlernt und möchte aus diesem Erfahrungsschatz auch im Wahlkampf Kräfte freisetzen. Eine regionale Chancengerechtigkeit liegt Erika Watson vor allem für die Westpfalz am Herzen. Die Weiterentwicklung der Region müsse die Grundlage dafür bieten, dass auch die Kinder und nachwachsenden Generationen hier eine gute Lebenschance vorfinden. „Das mitten im Herzen von Europa,“ so die Powerfrau. Akzente setzten bei der Digitalisierung. Glasfaser in jede Sackgasse, so ihr Slogan beim Formulieren der politischen Pläne als Bundestagskandidatin. Bildung sei für sie als Lehrerin dabei natürlich ein Schwerpunkt. Erfreulich, dass nunmehr die S-Bahn Homburg-Zweibrücken 2024 komme. Weitere wichtige Verkehrsanbindungen müssten folgen und das Schaffen von Arbeitsplätzen zähle unbedingt dazu, damit die Kinder von jetzt in der Region für die Zukunft eine Chance haben.

Der FDP-Kreisversitzende Steven Wink wurde erneut für den Wahlkreis 48 zum FDP-Direktkandidaten gewählt. Von acht Stimmberechtigten votierten sieben für Steven Wink. Eine Stimmenthaltung gab es.