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Familienfreundlichkeit ist ein wichtiger Standortfaktor

Familienfreundlichkeit ist ein wichtiger Standortfaktor

Südwestpfalz. Vor einem Jahr wurde das "Lokale Bündnis für Familie" (eine Aktion der Bundesregierung) im Landkreis Südwestpfalz geschlossen. Rund 80 Bündnispartner, darunter Behörden und Verbände Schulen, Kindertagesstätten sowie Privatpersonen und Unternehmen hatten sich vorgenommen, den Landkreis für Familien attraktiv und lebenswert zu gestalten

Südwestpfalz. Vor einem Jahr wurde das "Lokale Bündnis für Familie" (eine Aktion der Bundesregierung) im Landkreis Südwestpfalz geschlossen. Rund 80 Bündnispartner, darunter Behörden und Verbände Schulen, Kindertagesstätten sowie Privatpersonen und Unternehmen hatten sich vorgenommen, den Landkreis für Familien attraktiv und lebenswert zu gestalten. Susanne Morsch, Koordinatorin des "Bündnisses für Familie" bei der Kreisverwaltung, ist zufrieden mit der bisher geleisteten Arbeit. "Es ist toll, was in diesem ersten Jahr schon alles auf die Beine gestellt und auf den Weg gebracht wurde", ist sie voll des Lobes für alle Beteiligten.Zurzeit ist das Bündnis in acht Projekten aktiv. Eines davon ist der Babysitterkurs mit der inzwischen eingerichteten Babysitterbörse. Der Kurs ist einer der bisher größten Erfolge des Bündnisses. Bislang haben etwa 50 Schülerinnen diese Ausbildung durchlaufen. Sie wurden nun zentral in einer Kartei erfasst und können über das Jugendamt des Kreises von den Eltern gebucht werden.Vor kurzem wurde der Wettbewerb "Familienfreundliche Gemeinde" ausgelobt. Dabei sollen Gemeinden ausgezeichnet werden, die in unterschiedlichen Bereichen gute Lebensbedingungen für Familien schaffen. "In der heutigen Zeit ist die Familienfreundlichkeit ein wichtiger Standortfaktor. Wir möchten die Bemühungen der Gemeinden sichtbar machen und Anreize bieten, vielleicht schon vorhandene Pläne auch in die Tat umzusetzen", erläutert Morsch.Baby-BahnhofEin Erfolgsfaktor des Bündnisses ist für Morsch der Dialog der unterschiedlichen Bündnispartner miteinander. Während der Arbeit der Projektteams entstehen im Gespräch ständig neue Ideen. Begrenzender Faktor sind allerdings die fehlenden Ressourcen. Nicht immer sind die richtigen Leute greifbar oder haben die Zeit, sich in den Projekten zu engagieren. Gerade deshalb freut sich Susanne Morsch, wenn wie beim Projekt "Vorlesepaten" viele Ehrenamtliche mithelfen. Im September wurde der erste Kurs an der Gesamtschule Thaleischweiler-Fröschen durchgeführt. Dabei wurden Alt und Jung gemeinsam für das gegenseitige Vorlesen geschult, beispielsweise in Kitas oder Seniorenheimen.Der "Baby-Bahnhof", der jungen Familien mit Kindern bis zu einem Jahr Unterstützung und Starthilfe bietet, wird inzwischen gut angenommen. Mit dem "Zukunftsdiplom für Kinder" wurden gerade die ersten "Absolventen" ausgezeichnet. Ein Thema, das dem Frauenforum Südwestpfalz sehr am Herzen liegt, ist das Projekt "Allein mit Kind". bosInformationen zu den einzelnen Projekten erhalten Interessierten bei der Kreisverwaltung, Tel. (0 63 31) 8 09-278, E-Mail: s.morsch@lksuedwestpfalz.de. Dort kann sich melden, wer bei Projekten mitarbeiten will.